Australier auf der Flucht

Blitze entfachen Buschbrände - Frau stirbt

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Australien wird von Buschbränden heimgesucht

Melbourne - Bei sengender Hitze toben im Südosten Australiens Buschbrände. Die Feuerwehr räumt gefährdete Orte, doch nicht alle Bewohner wollen gehen.

Tausende Menschen sind im Südosten Australiens wegen zahlreicher Buschbrände auf der Flucht. Eine Frau kam am Freitag ums Leben, als ihr Haus in der Region Grampians rund 250 Kilometer westlich von Melbourne von den Flammen erfasst wurde, wie die Feuerwehr mitteilte. Die meisten Brände wurden demnach bei mehr als 40 Grad Hitze durch Blitzschlag ausgelöst. Gleichzeitig wurden in Kalifornien 700 Hektar Wald- und Buschland zerstört. Offenbar hatten dort mehrere Camper verbotenerweise Feuer gemacht, das bei starkem Wind völlig außer Kontrolle geriet. Drei Verdächtige wurden festgenommen.

In Australien sind die Bundesstaaten South Australia und Victoria betroffen, wo allein 70 Brände gemeldet wurden. Im Nationalpark der Region Grampians waren die Feuer außer Kontrolle. 30 000 Hektar standen in der Region am Freitag in Flammen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Weil der Wind unberechnbar war, ordnete die Feuerwehr die Räumung mehrerer Ortschaften an. Die Region ist ein beliebtes Touristenziel.

„Einige Leute sind geblieben, um ihre Häuser zu beschützen“, sagte der Feuerwehrchef des Bundesstaates Victoria, Craig Lapsley. „Das ist ihr Recht, aber sie gehen ein Risiko ein.“ Die Feuerwehr hatte auch die Einwohner der Ortschaft Roses Gap zur Flucht aufgerufen - die Frau, die ums Leben kam, war diesem Aufruf nicht nachgekommen.

Auch 350 Kilometer östlich von Melbourne gerieten Brände außer Kontrolle, wie Feuerwehrchef Craig Lapsley sagte. In der Region East Gippsland drohten mehrere Buschbrände, sich zu einem riesigen Feuer auf über einer halben Million Hektar Land zu vereinigen.

In Kalifornien brachten nachlassende Winde den Feuerwehrleuten am Freitagvormittag (Ortszeit) eine Atempause. „Der Wind hat dort großteils aufgehört“, sagte Nathan Judy, Sprecher der Forstbehörde, der „Los Angeles Times“. Der Brand sei aber erst zu etwa 30 Prozent unter Kontrolle.

In den San Gabriel Mountains in der Nähe der Millionenmetropole Los Angeles hatten am Donnerstag Hunderte Feuerwehrmänner gegen die Flammen gekämpft, die mehrere Wohngebiete bedrohten.

Das Feuer war am Donnerstagmorgen in einem Waldgebiet in der Nähe der Kleinstadt Glendora ausgebrochen und zerstörte bereits innerhalb weniger Stunden fast 700 Hektar Wald- und Buschland. Angesichts starker und heißer Winde breitete sich das Feuer ungewöhnlich schnell aus. Mindestens fünf Häuser wurden ein Raub der Flammen, zwei Feuerwehrmänner und ein Anwohner wurden verletzt.

Bilder: Buschbrände wüten in Australien

Bilder: Buschbrände wüten in Australien

Ausgelöst wurde der Brand vermutlich durch ein illegales Feuer. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Männer hätten im Wald gecampt und ein Feuer angezündet, sagte Polizeichef Tim Staab der „Times“. Starker Wind blies die Glut dann in das trockene Waldgebiet: „Sie kriegten Angst und rannten weg.“ Als die Polizei zwei der Männer aufgriff, hätten diese bestritten, etwas mit dem Feuer zu tun zu haben. Sie seien aber mit Asche bedeckt gewesen und hätten offensichtlich in der Nähe des Brandherds gelagert und geraucht.

Kalifornien leidet derzeit unter einer schweren Dürre. 2013 gilt als eines der trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

dpa

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