Mysteriöser Tod von Hannes Arch

Transponder ausgeschaltet wegen fehlender Genehmigung?

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Tirol/Salzburg - Das Rätsel um den mysteriösen tödlichen Absturz der Kunstflug-Legende Hannes Arch wird beinahe täglich größer. Jetzt sind zwei neue Theorien aufgetaucht.

Arch war am Donnerstagabend zusammen mit einer zweiten Person in einem Hubschrauber unterwegs gewesen, um angeblich Almhütten mit Lebensmitteln zu beliefern. Das Fluggerät stieß in der Region Hohe Tauern im hochalpinen Gelände trotz guten Wetters gegen eine Felswand und zerschellte. Arch starb, Reinhard B., der mit im Helikopter saß, überlebte schwer verletzt und berichtete Medien hinterher von Archs "Todesschrei".

Wie die österreichische Zeitung Kurier und das Internetportal msn.com nun berichten, soll Arch bei seinem Abflug am Donnerstagnachmittag als Flugziel St. Gallen in der Schweiz angegeben haben - und nicht wie zunächst gemeldet die Elberfelder Hütte in Kärnten. Zudem hat sich das Transponder-Signal bei Berchtesgaden verloren. Vom Rückflug gibt es laut msn.com keine Aufzeichnungen.

Transponder manuell abgeschaltet?

Zwei Erklärungen sind dafür möglich: Erstens ein Fehler bei der Flugaufzeichnung, denn in der Vergangenheit war Arch offenbar schon mehrmals nach St. Gallen geflogen. Die zweite Möglichkeit wäre ein manuelles Abschalten des Transponders. "Das geht mit einem Handgriff", erklärte ein Pilot dem Kurier.

Doch warum den Transponder abschalten? Darüber kann man nur spekulieren, zumal offizielle Stellen diese Theorie bis dato weder bestätigt noch dementiert haben. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob Arch überhaupt hätte starten dürfen, denn Hubschrauber-Flüge sind nachts eigentlich nur von Flugplatz zu Flugplatz erlaubt. Zudem muss steter Kontakt mit der Flugsicherung gehalten werden.

Hatte Arch keine Genehmigung?

Doch es ranken sich auch noch weitere Theorien um die Versorgungsflüge von Arch, der mit seinen angeblich privaten Einsätzen einem großen Unternehmen finanziell massiv das Wasser abgegraben haben soll. Ein Hüttenwirt gab an, dass Arch ihn unentgeltlich regelmäßig mit Kartoffeln beliefert habe.

Die Staatsanwaltschaft versucht nun zwei essentielle Fragen zu klären: Wie kam Arch an die Genehmigungen für Landungen zur Versorgung der Hütte im Nationalpark Hohe Tauern? Und hatte Arch eine Erlaubnis für den nächtlichen Privatflug am Donnerstagabend? Normalerweise gelten für den Nationalpark Hohe Tauern strengste Flugregeln. Sollte es diese Genehmigung nicht gegeben haben, wäre dies ein mögliches Motiv für ein Abschalten des Transponders, so msn.com.

mw

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