Mysteriöser Fall in der Schweiz

Wie vom Erdboden verschluckt: Wo ist Olivia?

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Olivia Ostergaard ist seit über einer Woche verschwunden.

Zug - Ein Vermisstenfall stellt die Schweizer Polizei derzeit vor ein Rätsel: Seit über einer Woche fehlt dort von der 20 Jahre alten Studentin Olivia Ostergaard jede Spur.

Am Dienstag vor einer Woche verlässt Olivia Ostergaard um 5.30 Uhr ihre Wohnung in der Stadt Zug. Die 20-Jährige mit den dänischen Wurzeln ist seit acht Jahren in der Schweiz, lebt mit ihrem Freund Andri (30) zusammen. 

Am Morgen des 26. März will die Jurastudentin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an die Uni Zürich fahren, dort lernen. Doch am Abend kehrt sie nicht zurück. Ihr Freund ist besorgt, erkundigt sich bei Freunden nach Olivia. Doch niemand will die schöne Studentin gesehen haben. An der Uni kam sie nie an. Seit dem 26. März ist Olivia Ostergaard spurlos verschwunden. Weg. Wie vom Erdboden verschluckt.

Handyortung bleibt erfolglos

Olivia Ostergaard hat auf ihren Handgelenk eine Tätowierung: "Grace".

Es ist ein Vermisstenfall, der derzeit die Schweiz vor ein Rätsel stellt. Eine Sonderkommission wurde eingerichtet. Die Familie kann sich Olivias Verschwinden nicht erklären. Ihr Vater Keld Ostergaard, der seine Tochter am Samstag vor ihrem Verschwinden zuletzt gesehen hat, sagte laut Blick.ch: "Olivia machte einen glücklichen Eindruck." Am Montagabend schickte sie ihren Eltern noch eine SMS: "Es war ein schöner Tag, gute Nacht", stand darin. Dass das Ex-Model Suizid begangen haben könnte, ist für ihren Vater nicht vorstellbar. "Sie würde uns einen Abschiedsbrief schreiben." Olivias Onkel sprach mit dem Fernsehsender TV2 über das Verschwinden seiner Nichte: "Wir hoffen, dass sie einfach weggelaufen ist, weil ihr vielleicht das Studium zu viel wurde." Die größte Angst der Familie: Wurde Olivia Opfer eines Verbrechens? Der Versuch, ihr Handy zu orten, schlug fehl - es ist seit Tagen ausgeschaltet.

Nun wurden Bilder der 1,78 Meter großen Studentin veröffentlicht. Doch niemand hat sie gesehen - kein Busfahrer, kein Zugführer, keine Passagiere. Auch die Auswertung von Überwachungskameras ergab nichts.  Es gibt laut Polizei keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. "Aber ausschließen können wir nichts", sagte ein Sprecher der Zuger Polizei laut Blick.ch.

Am Mittwochmorgen starteten die Beamten eine erneute, großangelegte Suchaktion mit Helikoptern und Polizeibooten. Doch auch die blieb erfolglos. Das Rätsel um Olivias Verschwinden bleibt.

Die Ostergaards sind verzweifelt. Sie möchten ihre Tochter zurück. "Unser schlimmster Albtraum ist, dass Olivia entführt worden ist. Dass sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war", sagte Keld Ostergaard laut dem Bericht. "Es ist so frustrierend. Diese Ungewissheit."

mes

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