"Gouvernantenstaat"

Singapur verbietet Wasserpfeifentabak

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Singapur - Er sei schädlich und verleite junge Leute zum Zigarettenrauchen: Singapur verbietet Wasserpfeifentabak. Zum Monatsende hin werden Einfuhr und Verkauf illegal. 

Der asiatische Stadtstaat Singapur verbietet Wasserpfeifentabak. Der Tabak sei schädlich und verleite junge Leute womöglich zum Zigarettenrauchen, sagte der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Faishal Ibrahim, am Dienstag im Parlament.

Im arabischen Viertel regte sich der Besitzer eines Cafés auf: „Das zerstört die ganze Atmosphäre“, sagte er. „Die Leute kommen zum Wasserpfeifenrauchen hierher, nicht wegen des Essens.“ Für junge Leute sei das Shisha-Rauchen gesellig und entspannend, meinte einer der Gäste. Das Argument, Wasserpfeifenrauchen führe zum Zigarettenrauchen, stimme nicht.

Auch Kaugummi wird in Singapur nicht verkauft

Vom Monatsende an würden Einfuhr und Verkauf illegal, teilte der Staatssekretär mit. Allerdings dürfen Firmen, die schon Shisha-Tabak importieren, und Cafés ihre Bestände noch bis Mitte 2016 veräußern. Das gebe ihnen genug Zeit, um neue Geschäftsideen zu entwickeln.

Singapur gilt als „Gouvernantenstaat“, der seine Einwohner gerne bevormundet. Kaugummi wird dort etwa auch nicht verkauft, weil die ausgespuckten Flatschen Bordsteine verunstalten. Wer Kaugummi ausspuckt, muss mit Hunderten Euro Strafe rechnen. Vor der Einführung automatisch spülender Toiletten war es auch bei Strafe verboten, bei öffentlichen WCs nicht abzuziehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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