Blutige Stierhatz: Ein Toter in Pamplona

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Seit Jahren gibt es erstmals einen Toten bei der Stierhatz in Pamplona. Die Fiesta ist seit 400 Jahren Tradition. 

Pamplona - Erstmals seit 2003 ist bei der Stierhatz im nordspanischen Pamplona am Freitag ein Teilnehmer von den Stieren aufgespießt und tödlich verletzt worden.

Der 27-jährige Daniel Jimeno sei von einem der Tiere auf die Hörner genommen und am Hals und Brust getroffen worden, teilten die Rettungskräfte mit. Er sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Unter den Opfern ist auch ein 24 Jahre alter Argentinier. Insgesamt wurden bei dem Lauf am Freitag 76 Menschen verletzt, neun von ihnen landeten im Krankenhaus. Sorge bereitete auch der Zustand eines 62-jährigen Amerikaners, der von den Stieren niedergetrampelt wurde. Er erlitt eine schwere Brustquetschung und kam auf die Intensivstation.

Auf der etwa 825 Meter langen Strecke durch die Innenstadt von Pamplona stürzte der 515 Kilogramm schwere Stier “Cappuccino“ und scherte kurz vor dem Ende des Rennens aus dem Pulk der Tiere aus.

Ein einzelner Stier ist jedoch weit gefährlicher, da er leichter reizbar ist. “Cappuccino“ begann links und rechts der Strecke auf Zuschauer loszugehen, woraufhin sich Panik breitmachte und alle hinter schützende Holzabsperrungen zu flüchten versuchten.  Auch der tödlich getroffene 27-Jährige hatte noch vergeblich versucht, hinter einer hölzernen Absperrung Schutz zu suchen.

Große Stierhatz in Pamplona

Große Stierhatz in Pamplona

Bei der Hatz (“encierro“) werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die “mozos“, rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her, die von mehreren zahmen Leitochsen begleitet werden. Als einzige “Waffe“, um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Zuletzt kam 2003 ein 62-jähriger Spanier ums Leben. 1995 ein 22-jähriger Amerikaner. Seit 1924 starben insgesamt 15 Läufer.

dpa/ap

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