WWF verlangt striktes weltweites CO2-Budget

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Bangkok - Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, muss nach einer Studie der Umweltstiftung WWF eine Obergrenze für die weltweit zulässige Menge an CO2-Emissionen vereinbart werden.

Die Organisation rief die Regierungen am Freitag in Bangkok auf, ein möglichst knappes CO2-Budget zu verabschieden und jedem Land strikte Vorschriften über die Einhaltung der zugeteilten Menge zu machen. Der WWF legte die Studie am Rande der Klimaverhandlungen in Bangkok vor. Dort versuchen seit Montag 4000 Regierungsvertreter, Experten und Umweltschützer aus dem mehr als 200 Seiten starken Entwurf für einen neuen Weltklimavertrag, der im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll, eine beschlussfähige Vorlage zu machen.

Der WWF zeigt in dem Bericht verschiedene Wege auf, wie die Emissionen bis 2050 um 80 Prozent unter das Niveau von 1990 gesenkt werden können. Etappenziel müsse eine Reduzierung um mindestens 30 Prozent bis 2030 sein, um den Temperaturanstieg unter der gefährlichen Grenze von zwei Grad Celsius zu halten. Die Auflagen müssten gerecht zwischen Industrie- und Entwicklungsländern aufgeteilt werden, verlangte WWF-Klimaexperte Stephan Singer. “Wenn Regierungen sich nicht strikt an die Regeln halten, die sie für die Verteilung der Emissionsrechte aushandeln, droht ein Klimachaos. Für unsere Erde gibt es keine Geschäfte mit Verschmutzungsrechten. Wir haben nur einen Planeten und der braucht ein Emissionsbudget.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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