Reit im Winkl - Die Schlagzeilen in diesem Winter im Langlauf gehören anderen, denn das Aushängeschild im deutschen Lager, Evi Sachenbacher-Stehle aus Reit im Winkl, hat sich eine Auszeit auferlegt.

© Wukits
Evi Sachenbacher-Stehle in Aktion: Diese Bilder gibt es heuer nicht im Weltcup zu sehen.
"Ich habe vorgehabt, in dieser Saison kürzer zu treten und ich habe es geschafft", sagt die Olympiasiegerin von 2010. Erst Mitte August ist die 31-Jährige ins Training eingestiegen - und das ganz locker, wie sie erzählt.
Den Entschluss, kürzer zu treten, hatte Evi Sachenbacher-Stehle unmittelbar nach dem Ende der Saison 2010/11 gefasst. "Ich habe gemerkt, dass die letzte Saison sehr viel Kraft gekostet hat. Ich war am Limit und habe gewusst, dass ich eine längere Pause brauche. Anders wäre es nicht mehr gegangen. Ich habe noch Ziele, eines davon sind die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi und darum habe ich mich für diesen Weg entschieden", erklärt die Langläuferin.
Die Vorbereitung auf diese Saison zog die Reit im Winklerin zunächst alleine durch, später schloss sie sich dem Langlauf-Team des DSV an. Da sich diese allerdings intensiv auf die Weltcup-Rennen vorbereiteten, musste sie neue Wege suchen. "Ich musste einen Plan finden, wie ich das Training auf die kommenden Jahre ausrichten kann. Also musste ich das Hauptaugenmerk auf ein wettkampfspezifisches Training, das auf Grundlagen ausgerichtet war, finden. Das habe ich gefunden und ich war mit den Wettkämpfen, die ich bisher gelaufen bin, ganz zufrieden." Sachenbacher-Stehle war unter anderem im Continental-Cup unterwegs.
Auf die Frage, was es mit den nicht verstummen wollenden Gerüchten einer Biathlonkarriere auf sich habe, sagt sie wieder ernst: "Ich bin Langläuferin und werde es sicher auch am Ende der Saison noch sein." Die angesprochene Zusammenarbeit mit Biathletinnen und Langläuferin sieht die Sportlerin aber durchaus positiv. "Das bietet sich vom Training her an. Nur dass die einen halt Schießen müssen. Das bringt uns allen was, wenn wir gemeinsam trainieren. Da kann sich die eine für Biathlon oder die andere für Langlauf eignen. Am Fall von Miri Gössner, die schon tolle Auftritte beim Langlaufen hat, kann man ja sehen, dass es funktioniert."
shu/Oberbayerisches Volksblatt



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