Salmonellen-Affäre

Bayern-Ei: Beschwerde gegen Haftentlassung des Ex-Chefs

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Regensburg - In der Salmonellen-Affäre um die Firma Bayern-Ei hat die Staatsanwaltschaft Regensburg Beschwerde gegen die Haftentlassung des Ex-Chefs eingelegt.

Es gehe um unterschiedliche Bewertungen der Beweislage, sagte eine Behördensprecherin am Freitag. Sie bestätigte Berichte des Bayrischen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung. Das Landgericht Regensburg hatte Anfang Mai den Haftbefehl gegen den ehemaligen Geschäftsführer aufgehoben. Die Kammer hatte keine Fluchtgefahr mehr gesehen, weil der 45-Jährige derzeit nicht mit einer hohen Haftstrafe rechnen muss. Die Richter sahen es auch nicht als nachgewiesen an, dass der Beschuldigte vor der Eier-Auslieferung überhaupt von den positiven Salmonellen-Proben wusste.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-Jährigen vor, von März bis Dezember 2014 die Auslieferung von Eiern der Güteklasse A veranlasst zu haben, obwohl mehrfach Salmonellen-Verunreinigungen nachgewiesen worden waren. In der Folge sollen nach Darstellung der Anklagebehörde in Österreich 78 Personen an Salmonellen-Infektionen erkrankt sein, in einem Fall mit tödlichem Verlauf.

Die Beschwerde wurde beim Landgericht Regensburg eingelegt. Sollte das Gericht der Beschwerde der Staatsanwaltschaft nicht folgen, wird das Oberlandesgericht Nürnberg darüber entscheiden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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