In Euroländern

Inflation auf niedrigstem Stand seit vier Jahren

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Luxemburg - Die Inflation hat im Euro-Raum den niedrigsten Stand seit vier Jahren erreicht. Besonders sinkende Energiepreise haben die Rate gedrückt. Die Entwicklung könnte auch negative Effekte haben.

Sinkende Energiepreise haben die Inflation in den 17 Euroländern auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gedrückt. Im Oktober lag die jährliche Teuerungsrate bei 0,7 Prozent, nach 1,1 Prozent im September. Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Sie bestätigte damit eine erste Schätzung. Insbesondere die Preise für Heizöl, Benzin und Telekommunikation sanken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vergangene Woche reagiert und den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Das billige Geld soll helfen, eine deflationäre Abwärtsspirale aus fallenden Verbraucherpreisen und schwachem Wirtschaftswachstum zu verhindern. Die EZB peilt eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. Notenbankpräsident Mario Draghi hatte den Schritt mit der Aussicht auf eine „längere Phase niedriger Inflationsraten“ begründet.

Ähnlich niedrige Teuerungsraten hatten die EU-Statistiker zuletzt im November 2009 mit 0,5 Prozent registriert. Grund war damals die Finanzkrise. Auch jetzt schwächelt die Konjunktur in der Währungsgemeinschaft.

Als Preistreiber erwiesen sich im Oktober Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak, Elektrizität und Übernachtungen. Die höchste Inflation unter den Euroländern vermeldete Eurostat für Estland (2,2 Prozent). In Griechenland sanken die Verbraucherpreise bei einer negativen Teuerungsrate von -1,9 Prozent, ebenso in Zypern (-0,5 Prozent) und Irland (-0,1 Prozent). In Spanien lag die Rate exakt bei 0,0 Prozent.

Deutschland mit seiner robusten Konjunktur gehört nach wie vor zu den Euro-Staaten mit einer vergleichsweise hohen Inflation von 1,2 Prozent im Oktober, das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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