Neue Ideen

Marktunabhängige Strategien als Renditebringer

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Niederlassungsleiter Thomas Jäger.

Naturkatastrophen, Mergers & Acquisitions und vieles mehr: Bei Hauck & Aufhäuser stehen neue Ideen im Fokus, um Anlegern Renditeerfolge zu bescheren.

Das sei zwar erklärungsbedürftig, betont der Münchner Niederlassungsleiter Thomas Jäger, biete aber gute Optionen zu herkömmlichen Rentenstrategien. Es war bei Hauck & Aufhäuser vor einigen Monaten das beherrschende Thema überhaupt: Der chinesische Investor Fosun hatte im Juli angekündigt, die Mehrheit an dem honorigen Privatbankhaus übernehmen zu wollen. „Das hat natürlich gerade nach Bekanntgabe der geplanten Transaktion für viele Fragen seitens der Kunden gesorgt“, berichtet Thomas Jäger, bei Hauck & Aufhäuser für die Niederlassung in München – im Stammhaus der Bank also – verantwortlich. „Dabei ging es weniger um die Übernahme an sich, sondern um die Kontinuität bei Personal und Strategie. ‚Bleibt mein Kundenbetreuer erhalten?’ und ‚Entscheiden Sie weiterhin eigenständig in Vermögensverwaltung und Beratung?’ waren typische Fragen. Und wir konnten immer antworten: ‚Ja, alles bleibt, wie es war.‘ Diesbezüglich aufkommende Bedenken konnten im Einzelfall zerstreut werden.“

Was für die Bank indes ein Thema geblieben ist, ist die anspruchsvolle Situation an den Kapitalmärkten. Die Renditen an den Rentenmärkten liegen am Boden bei gleichzeitig wachsendem Risiko, und die Aktie gehört trotz der guten wirtschaftlichen Aussichten für Anteilseigner (bei einer ordentlichen, auf Substanz ausgerichteten Auswahl, wohlgemerkt) noch immer nicht zu den Lieblings-Anlageklassen der Deutschen. „Das ist eine Herausforderung, der wir uns gestellt und deshalb neue Strategien entwickelt haben“, sagt Thomas Jäger. „Bei der Umsetzung dieser Strategien konzentrieren wir uns im Kern darauf, Wertpapiere zu erwerben, die keine beziehungsweise nur eine sehr geringe Korrelation zu Aktien und Renten aufzeigen – das heißt, sie sind marktunabhängig und hängen nicht von den Entwicklungen weltweiter Indizes ab.“ „Ein Beispiel für eine marktunabhängige Strategie sind sogenannte ‚Cat-Bonds’, also (Natur-) Katastrophenanleihen. Diese dienen dem Emittenten – in der Regel Versicherungsunternehmen oder Rückversicherer – dazu, finanzielle Schäden durch Naturkatastrophen zu kompensieren. Das klingt erst einmal etwas seltsam, ist aber zu einem durchaus attraktiven Instrument geworden, um in einer konservativen Risikoklasse eine Rendite zu erwirtschaften, die dem Anlegerwunsch entspricht, nämlich dem Netto-Vermögenserhalt plus einem kleinen Zuwachs“, erläutert Thomas Jäger, der darauf hinweist, dass diese Rendite derjenigen entspricht, die früher bei festverzinslichen Wertpapieren erwartet werden durfte. Grob gesprochen erzielt der Anleger bei diesen Katastrophenanleihen eine höhere Rendite gegenüber einer herkömmlichen Anleihe. Bei einem exakt definierten Ereignis, beispielsweise einem Erdbeben mit der Stärke sechs am Münchner Stachus, fällt jedoch der Zinskupon aus.

Doch dies ist nur eine von insgesamt zwischen zehn und 13 Strategien, in die Hauck & Aufhäuser für ihre Kunden im Rahmen einer marktunabhängigen Vermögensverwaltung seit Anfang des Jahres investiert. Dazu kommen unter anderem noch Kreditstrategien und solche, die in hochverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten oder den Markt mit Unternehmenstransaktionen und -fusionen (M&A – Mergers & Acquisitions) investieren. „Wir fassen diese marktunabhängigen Strategien in einem Portfolio zusammen, damit unsere Kunden von der fehlenden Korrelation der einzelnen Anlagestrategien zueinander profitieren können. Dies erfolgt in einem gesonderten Portfolio unter anderem um die gewünschte Transparenz in Bezug auf die erzielten Ergebnisse sowie die getätigten Anlagen zu gewährleisten. Eine Einzelauswahl ist nicht möglich, und wir integrieren dies auch nicht in ein bereits bestehendes Vermögensverwaltungs-Mandat.“

Ein Aufwand, der sich lohnt

Das sei zwar administrativ etwas aufwändiger, lohne sich aber. Denn die Umschichtung eines Teils der in Renten allokierten Gelder in diese marktunabhängigen Strategien verspreche höhere Renditeperspektiven bei einem vergleichbaren Risiko. „Das ist für uns keine Frage von ein paar Prozent, sondern eine grundsätzliche“, betont der Niederlassungsleiter. „Natürlich ist dies sehr erklärungsbedürftig. Aber der Mehrwert für unsere Kunden ist vorhanden. Wichtig ist ihm noch darauf hinzuweisen, dass die einzelnen ausgewählten Investmentfonds im Bezug auf ihre Risikoeinstufung nach dem Wertpapierhandelsgesetz für ertragsorientierte Kapitalanleger geeignet sind und es sich nicht um gehebelte Produkte oder Hedgefonds handelt. Investmentfonds des Bankhauses kommen nicht zum Einsatz. Hauck & Aufhäuser erhält jährlich ein festgesetztes Honorar. Infolge der Weitergabe von Rabatten und ähnliches an die Kunden kann das Fondsmanagement eine dauerhafte und dynamische Ausrichtung des Portfolios vornehmen, um somit die angestrebten Ergebnisse zu gewährleisten.

von Patrick Peters

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