Leserthema "Privatbanken"

„Vermögen entsteht im Unternehmertum“

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Wenn mittelständische Unternehmer Firmen kaufen oder verkaufen und das Geld wieder anlegen wollen, brauchen sie Finanzpartner, die die Facetten des Geschäfts verstehen. Die Dienstleistungen der Bank M.M.Warburg & CO sind auf diesem Gebiet gefragt.

Es ist eine erstaunliche Erfolgsgeschichte, die die Privatbank M.M.Warburg & CO in München erlebt. Erst vor vier Jahren ging die Bank, die ihren Hauptsitz in Hamburg hat, den Schritt in den Markt im Süden, um den Kunden in Bayern und Österreich näher zu sein. Seither wächst sie kontinuierlich und erschließt sich sogar neue Geschäftsfelder. Zum Beispiel im Unternehmensgeschäft. Seit vergangenem Jahr vertreten zwei Kollegen aus Hamburg das Segment Corporate Finance in München.

Dabei geht es um mehr als nur die Finanzierung von Unternehmen. „Wir wollen insbesondere Mittelständler auch bei Firmenkäufen und -verkäufen noch umfassender begleiten“, sagt Klaus Sojer, Leiter der Münchner Niederlassung. Das auch als Transaktions- bzw. M&A-Geschäft (Mergers & Acquisitions) bekannte Segment erfordert gerade im Mittelstand intensive und kontinuierliche persönliche Kontakte. Die beiden Corporate-Finance-Experten greifen auf die fundierte Unterstützung sowie das breite Netzwerk des Bereichs in Hamburg zurück.

„Der Raum München ist ein bedeutender Standort für Investoren aus den Bereichen Private Equity und Family Offices auf der einen und vielen mittelständischen Unternehmen auf der anderen Seite“, erklärt Sojer. „Daher war es ein logischer Schritt, auch in diesem Segment nicht allein von Hamburg aus zu agieren, sondern möglichst nahe dran zu sein.“ Zumal die Experten von dort aus den gesamten süddeutschen Raum sowie Teile Österreichs bedienen.

Unter dem Begriff Mittelstand versteht man dabei neben den reinen Familienunternehmen auch die börsennotierten Gesellschaften im S-Dax, dem Kleinwerte-Index der Börse. „Ihre Eigentümerstrukturen sind häufig mittelständisch geprägt“, sagt Sojer: Zentrale Investoren sind die Unternehmer selbst. Die Aktienanalysten der Privatbank beobachten viele dieser S-Dax-Firmen, von denen einige im süddeutschen Raum ihren Sitz haben. Anders als Analysten einiger anderer Banken pflegen die Marktbeobachter der Hamburger Bank den kontinuierlichen Kontakt, besuchen die Firmen häufiger.

M.M.Warburg & CO sieht sich selbst als mittelständisches Unternehmen und bringt daher das nötige Verständnis für die Kunden mit. So verstehen sich die Finanzexperten zum Beispiel bei Verhandlungen von Konsortialkrediten, bei denen auch Großbanken mit am Tisch sitzen, als Partner der Unternehmen. „Wir wissen, wie Banken denken, und können unseren Kunden entsprechend bei den Verhandlungen unterstützen“, sagt Sojer.

Das M&A-Geschäft sieht der Niederlassungsleiter für sein Haus als Wachstumsmarkt – allerdings nicht um jeden Preis, sondern organisch. „Wir werden hier wachsen, aber behutsam und nachhaltig.“ So könne die Bank dem Anspruch des Geschäftes gerecht werden, in dem der Mensch die wichtigste Komponente sei. „Daher ist es aus meiner Sicht so wichtig, dass einige Kollegen aus dem Corporate Finance vor Ort sind und sich hier vernetzen. Die persönliche Ebene ist wichtig. Man muss die Menschen dort abholen, wo sie sind.“ Im Wettbewerb sieht sich Sojer aus einem weiteren Grund gut positioniert. M.M.Warburg & CO stehe für hanseatische Kaufmannstugenden, das komme in Bayern gut an.

Das Unternehmens- und M&A-Geschäft ist bei M.M.Warburg & CO eng mit anderen Bereichen verbunden. So gibt es Wechselwirkungen mit der Geldanlage. Die Bank verwaltet rund 51 Milliarden Euro für ihre Kunden. „Vermögen entsteht im Unternehmertum“, sagt Sojer. Firmeninhaber, die ihr Unternehmen verkauft haben, interessieren sich bei der Wiederanlage häufiger für unternehmerische Beteiligungen. M.M.Warburg & CO ist in München auch in der Gründerszene aktiv. Hier schaffen die Finanzspezialisten Beteiligungsstrukturen, die oftmals nicht nur der Geldanlage dienen. „Junge Unternehmer suchen und schätzen den Rat erfahrener Firmenlenker“, erläutert Sojer. Und hier schließt sich der Kreis: Die Finanzexperten können Kontakte vermitteln, da sie gut vernetzt sind und auf langfristige Beratung setzen. Das gilt im Übrigen ebenso für die Geldanlage. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, auch im Wertpapiergeschäft weiterhin die Beratung anzubieten“, sagt Sojer. M.M.Warburg & CO zählt damit zu einer seltener werdenden Verwalter-Spezies. Etliche andere Institute haben die Beratung wegen der zunehmenden regulatorischen Einengung aufgegeben.

Jürgen Grosche

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