psm: Mitarbeiter laufen unter Volldampf

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Nach einem Jahr psm protech hat Inhaberin Irene Wagner gut lachen.

Marktschellenberg - Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass psm protech aus der Taufe gehoben wurde. Damals rettete Irene Wagner einen der größten Arbeitgeber in der Region.

Nach der Insolvenz von Thielen Feinmechanik drohte über 80 Mitarbeitern der Verlust ihrer Arbeitsstelle. "Bei der Übernahme haben wir gewußt, dass es viele Baustellen gibt", erklärte Wagner BGLand24. Diese Baustellen wurden und werden nach und nach abgearbeitet. Und das, obwohl Wagner fast gleichzeitig einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste, mit Erfolg. Ihr Mann, mit dem sie die Firma gekauft hatte, starb plötzlich. "Meine Familie hat mich aufgefangen. Und die Mannschaft hat mich hervorragend unterstützt: 'das schaffen wir gemeinsam'."

82 Mitarbeiter wurden am 1. Juni 2010 bei der Firmenübernahme beschäftigt, aktuell sind es 107. Die Auftragslage bietet für die Firmenchefin allen Grund zur Freude: „Wir liegen mit unserem Umsatz 30 Prozent über dem Businessplan, die Auftragseingänge übertreffen alle Erwartungen.“ Die Produktion brummt und so wurden aktuell auch neue Maschinen für eine Investitionssumme von rund 500.000 Euro bestellt.

Neben der Konzentration auf das Kerngeschäft - Stanzwerkzeug- und Formenbau sowie Anlagen- und Sondermaschinenbau, Hersteller für Stanzteile, Kunststoffspritzgussteile, Hybridteile - setzt psm protech zudem auf eine Optimierung der Fertigungsprozesse. Unter Einbeziehung der Mitarbeiter wurden Kontrollsysteme aus der Automobilindustrie eingeführt. Aber auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist Irene Wagner sehr wichtig.

Großer Wert wird daher auf Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote gelegt, wo auch weibliche Beschäftigte aktiv gefördert werden. „Die Frauen in unserem Betrieb haben genau so gute Möglichkeiten wie die Männer, sich weiter zu entwickeln“, betont die Geschäftsführerin. „Zudem haben wir 25 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und verstärken unser Engagement im Bereich der Berufsausbildung. Neben drei Auszubildenden zum Werkzeugmechaniker werden ab diesem Jahr auch jeweils zwei Auszubildende als Industriekaufleute eingestellt“, betont Irene Wagner.

Die derzeitigen Lehrlingen wurden außerdem in den Marketing-Prozess eingebunden. Sie haben gemeinsam eine Broschüre zur Werbung neuer Auszubildender erstellt und ein Werbegeschenk - einen Schlüsselanhänger mit Einkaufswagen-Chip - entworfen.

Der Ausblick für das kommende Jahr hält vielfältige Aufgaben bereit. So werden derzeit bei psm protech die Umweltzertifizierung sowie die Zertifizierung für Arbeitssicherheit vorangetrieben. Wirtschaftlich setzt Irene Wagner auf Kontinuität und Weiterentwicklung: „Wir hoffen natürlich, dass das Wachstum so weitergeht und arbeiten an unserer Spezialisierung und Produktivität.“ Eine große Herausforderung sieht sie darin, sich auf die „natürlichen“ Schwankungen und Zyklen in der Industrie einzustellen: „Dafür müssen wir gerüstet sein, die Anforderung an Flexibilität wird steigen.“ Unter anderem soll deshalb psm protech breiter aufgestellt werden. "Wir wollen unabhängiger von der Automobilindustrie werden", so Wagner. Derzeit kämen 70 Prozent der Aufträge aus dieser Branche.

Pressemitteilung psm protech/red

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