Für 4,7 Milliarden Euro

Größter russischer Ölkonzern Rosneft übernimmt Konkurrenten

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Rosneft übernimmt Baschneft. 4,7 Milliarden Euro fließen für den Staatsanteil in Höhe von 50,8 Prozent an den Ölkonzern aus der Teilrepublik Baschkortostan. Foto: Yuri Kochetkov

Moskau - Die Privatisierung des Ölkonzerns Baschneft ist nach langem Tauziehen perfekt. Russlands größter Ölförderer Rosneft übernimmt das staatliche Paket. Ist der Käufer selbst als Nächstes an der Reihe?

Russlands größter staatlich geführter Ölkonzern Rosneft übernimmt auf Wunsch der Regierung den Konkurrenten Baschneft. Für den Staatsanteil von 50,8 Prozent bezahlt Rosneft 329,7 Milliarden Rubel (4,7 Mrd Euro).

Das geht aus einer von Regierungschef Dmitri Medwedew unterzeichneten Anordnung hervor, wie russische Agenturen meldeten. Die Rohstoffmacht Russland will mit der Privatisierung von Staatsunternehmen ihr Haushaltsloch stopfen.

Die Summe soll laut Anordnung bis zum 14. Oktober an den Staat überwiesen werden. Unter den Bewerbern waren auch die Konkurrenten Lukoil und Tatneft sowie der Fonds Energija von Ex-Energieminister Igor Jussufow, die aber einen niedrigeren Preis angeboten hatten.

Baschneft gilt mit einem Fördervolumen von etwa 20 Millionen Tonnen im Jahr als sechstgrößter Ölproduzent in Russland. Das Unternehmen ist in der Teilrepublik Baschkortostan westlich des Uralgebirges ansässig. Die Regierung von Baschkortostan will ihren 25-prozentigen Anteil behalten, die restlichen Aktien sind im Streubesitz. Baschneft ist an der Moskauer Börse gelistet.

Im März 2010 hatte der russische Mischkonzern AFK Sistema von Wladimir Jewtuschenkow 49 Prozent der Baschneft-Anteile für 2,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Analysten zufolge lag die Summe deutlich unter dem damaligen Marktwert. 2014 leitete die russische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen Jewtuschenkow wegen Verdacht auf Geldwäsche ein. Der Deal mit Baschneft-Anteilen wurde für ungültig erklärt und das Paket zugunsten des Staates beschlagnahmt.

Regierungschef Medwedew ordnete ferner an, noch in diesem Jahr 19,5 Prozent der Staatsanteile an Rosneft zu verkaufen. Der Staat rechnet mit einem Erlös von bis zu 700 Milliarden Rubel. Rosneft war nach der Übernahme des Konzerns Juganskneftegaz - des wichtigsten Betriebes des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos - 2004 zum größten Ölförderer Russlands aufgestiegen.

dpa

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