Streiks in Rosenheim und Altötting

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Landkreis - Im Zuge der Tarifverhandlungen im Einzelhandel kommt es am Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen im Raum Rosenheim und Altötting. Insgesamt zehn Geschäfte sind von den Streiks betroffen.

In der dritten Tarifverhandlung für die 335.000 Beschäftigtendes bayerischen Einzelhandels kam es nach massivem Druck der Beschäftigten durch Streikaktionen zu einem neuen Angebot. Für ver.di reicht das neue Angebotder Unternehmen hinten und vorne nicht.

Erstmals kommt es zu Arbeitsniederlegungen im Raum Rosenheim und Altötting. Von Streik sind betroffen am Donnerstag, den 16. Juni 2011 folgende Betriebe:

- Hennes&Mauritz (H&M) Filiale in Rosenheim, Münchner Str. 22-24

- Schlecker Bezirk Altötting/Kastl (ca. 20 Filialen)

- 3 Rewe-Filialen (2 Filialen in Rosenheim, 1 Filiale in Kolbermoor)

- 5 Penny-Filialen (in Rosenheim, Kiefersfelden, Kolbermoor, Stephanskirchen, Flintsbach)

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„Einzelhandelskonzerne machen satte Gewinne und kriegen ihre Geldtresore bald nicht mehr zu, aber die Beschäftigten sollen immer mehr leisten und dafür mit weite-ren Reallohnverlusten billig abgespeist werden. Das ist ein Schlag ins Gesicht derBeschäftigten. Diese Frechheit lassen wir uns nicht gefallen“, so Orhan Akman, derzuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär für den Einzelhandel.

Zeitplan und Ablauf der Streikaktion in Rosenheim u. Altötting am 16.06.2011:

Ab 6.30 Uhr: Streikposten vor den Streikbetrieben

Ab 8.30 Uhr: Gemeinsame Streikversammlung im Mail-Keller, Schmettererstraße 20 in 83022 Rosenheim, Tel. 080 31 / 9 01 61 90;

Ab 10.30 Uhr Protest-Aktion mit Menschenkette vor der H&M-Filiale in der Mün-chener Str. 22-24 in Rosenheim

Ab 10.45 Uhr „Pfeifkonzert“ auf das Angebot der Arbeitgeber

Die nächsten Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Arbeitgebern finden am 6. Juli 2011 statt.

Hintergrund:

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten im bayerischen Einzel- und Versandhandel:

die Erhöhung der Tabellen für die Löhne und Gehälter um sechs Prozent, mindestens jedoch um 120 Euro im Monat,die Erhöhung der Tabellen für die Auszubildenden um 60 Euro im Monat,die Abschaffung der diskriminierenden Ortsklassenabschläge Stopp dem Missbrauch von Leiharbeitbei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrages von zwölf Monaten.

Die Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlungsrunde am 8. Juni 2011 folgendes Angebot vor:

Anhebung der Löhne und Gehälter ab dem 1. August, nach drei Nullmonaten, um 2,5 Prozent, also 1,88 Prozent auf das Tarifjahr gerechnet. Ab dem 1. Juli 2012 sollen die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr, also 1,3 Prozent auf das Tarifjahr gerechnet, bekommen. Diese Erhöhung soll aber nicht dauerhaft in die Entgelttabelle einfließen.

Das Angebot bedeutet laut ver.di:

Kein Ausgleich der gestiegenen Preise in 2011.

Kein Ausgleich der Preissteigerungsrate in 2012.

Keine tabellenwirksame Erhöhung in 2012.

Kein Angebot zur Abschaffung der diskriminierenden Ortsklassenabschläge und zur Einschränkung der Leiharbeit im Handel.

Presseinformation ver.di

Rubriklistenbild: © cs

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