Konjunkturdaten bremsen Dax-Rekord aus

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Der operative Gewinn (Ebit) der 30 Dax-Konzerne schrumpfte im zweiten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt - In dieser Woche hat der Dax hoch gestanden wie noch nie im Jahr. Alle Sorgen rund um Weltwirtschaft und Brexit scheinen vergessen. Zuletzt kehrte aber etwas Ruhe am Markt ein.

Durchwachsene Konjunkturdaten haben dem Dax am Ende einer starken Woche den Wind aus den Segeln genommen.

Der deutsche Leitindex fiel bis zum Nachmittag um 0,46 Prozent auf 10 693,01 Punkte, nachdem er tags zuvor bei 10 742 Punkten erneut eine Bestmarke für das laufende Jahr erreicht hatte. Für den bisherigen Wochenverlauf steht ein Plus von mehr als 3 Prozent zu Buche.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax schaffte kurz nach dem Start noch den Sprung auf ein absolutes Rekordhoch bei 21 843 Punkten, notierte zuletzt aber ebenfalls 0,27 Prozent im Minus bei 21 779,05 Zählern. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,48 Prozent auf 1735,55 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel moderat.

Konjunkturängste und politische Risiken waren jüngst in den Hintergrund gerückt. Von der Konjunkturseite kamen nun aber durchwachsene Signale. Während die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich weniger Schwung verlor als erwartet, deuteten Daten aus China an, dass die dortige Stabilisierung stockt. In den USA enttäuschte zudem mit dem Einzelhandelsumsatz ein wichtiger Indikator für den privaten Verbrauch im Juli.

Die Papiere von Thyssenkrupp verteuerten sich an der Dax-Spitze um 1,64 Prozent. Hintergrund war, dass die krisengebeutelte und energieintensive deutsche Stahlindustrie von zusätzlichen Kosten in Millionenhöhe verschont bleibt, die aus der Ökostrom-Förderung drohten.

Eine Kaufempfehlung durch die britische Bank HSBC verlieh den Papieren des Industriedienstleisters Bilfinger Rückenwind. Sie verteuerten sich um 2,69 Prozent. Dahinter folgten Zalando-Aktien mit plus 2 Prozent. Positives Expertenecho zu den jüngsten Quartalszahlen trieb den Kurs des Online-Modehändlers zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch.

Für die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank ging es um mehr als 7 Prozent nach unten. Die historisch niedrigen Zinsen machen dem Finanzkonzern immer mehr zu schaffen und nagen am Gewinn.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,25 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 144,33 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,31 Prozent auf 167,88 Zähler vor. Der Kurs des Euro zog auf 1,1210 US-Dollar an. Ein Dollar kostete damit 0,8921 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs tags zuvor auf 1,1153 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8966 Euro gekostet.

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