Die größten Energieverschwender im Haushalt

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90 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf Heizung und Warmwasser. Wo und wann sich hier Sparpotentiale bieten, und welche Stromfresser noch für hohe Rechnungen sorgen.

Heizung

Auf Platz eins der Energiefresser im durchschnittlichen Haushalt rangiert die Heizung. Die angegebenen Zahlen variieren zwar etwas, aber den ersten Platz auf der Hitliste der Energieschleudern macht der Heizung keiner streitig. Während das Umweltbundesamt in seiner Broschüre „Energiesparen im Haushalt“ von etwa 70 Prozent spricht, kommt das Portal Energyglobe.com für die Heizung auf 80 Prozent des Energieverbrauchs im gesamten Haushalt. Ausgangspunkt für diese Berechnungen sind die herkömmlichen Heizungen, sprich Öl und Gas sowie schlecht gedämmte Altbauten. Diese sind schließlich die Regel in der Immobilienwelt – Niedrig-Energiehäuser dagegen eher die Ausnahme.

Warmwasser

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Ähnliches wie für Heizungen gilt für Warmwasser. Mit zehn Prozent Energieverbrauch steht es laut Energyglobe-Hitliste an zweiter Stelle der Energiefresser im Haushalt. Das bestätigt auch Energie-sparen-im-Haushalt.de. In dem Portal heißt es: „Nach der Faustregel bezahlen Sie in einer unsanierten Altbauwohnung zehn Prozent Ihrer Gasrechnung für Warmwasser.“ Im Gegensatz zur Heizung unterscheidet sich der Warmwasserverbrauch eines Altbaus nicht von dem im Niedrigenergiehaus. Schließlich ändert sich das Duschverhalten der Bewohner ja nicht mit der Dämmung des Gebäudes. Das Gegenteil ist der Fall, zumindest was den prozentualen Anteil des Energieverbrauchs für Warmwasser angeht. Da kann es leicht vorkommen, dass der Energieaufwand für Warmwasser bei Niedrig-Energiehäusern bis zu 25 Prozent etwa am gesamten Gasverbrauch ausmacht. Im Vergleich dazu scheint der Strom-Verbrauch der übrigen Haushaltsgeräte eher gering. Aber auch da kommt einiges zusammen, zum Beispiel bei Trockner und Gefrierschrank.

Die Stromfresser im Haushalt

Gefrieren und Kühlen führen die Hitlisten der Haushaltsstromfresser (ohne Heizung und Warmwasser) an. Dennoch unterscheiden sich auch hier die Zahlen je nach Quelle. Grundsätzlich gilt: Je mehr ein Gerät verbraucht und je regelmäßiger es benutzt wird, umso mehr kann in der Regel gespart werden. Rechnet man beispielsweise den Energieverbrauch von Fernseher, PC und Monitor, Kaffeemaschine, Toaster, Eierkocher, also alle Kleingeräte, zusammen, so stehen sie noch vor dem Kühlen und Gefrieren auf der Energieverschwender-Liste.

Neben den Listen, die auf Erfahrung von Energieexperten basieren, hat auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) ein Ranking erstellt. Dabei vergleicht sie Alt- und Neugeräte der zehn größten Energieverbraucher. In diesem Fall steht der Trockner auf dem Siegertreppchen der Sparmöglichkeiten. Wer nämlich seinen alten ineffizienten Trockner durch einen neuen mit bester Effizienzklasse austauscht, spart laut Dena im Jahr 97 Euro am Energieverbrauch.

Neues Energiesparlabel

Doch aufgepasst: Beim Kauf eines neuen Gerätes heißt es sehr genau hinschauen. Denn seit 20. Dezember dürfen Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernsehgeräte mit dem neuen Energielabel in den Geschäften stehen. Während bisher mit „A“ bezeichnete Geräte am sparsamten waren, sind jetzt noch sparsamere mit A+, A++ und A+++ hinzugekommen. Die drei zusätzlichen Energieklassen sollen den technologischen Fortschritt abbilden. Wer demnach morgen ein Gerät mit der Effizienzklasse „A“ kauft, hat nicht zwingend das sparsamste ausgewählt.

Eine gute Orientierung bleibt der farbige Balken – da gibt es keine Unterschiede zum bisher verwendeten Label. Nach wie vor bedeutet dunkelgrün = hohe Effizienz, gelb gibt die Mitte an und rot heißt niedrige Effizienz. Geändert wurde die Richtline für das neue Label zwar schon im Juni vergangenen Jahres. Wie die Anforderungen an die Geräte in der Praxis aussehen sollen, steht seit November 2010 fest und ab Dezember darf das neue Label jetzt auch auf die Geräte geklebt werden.

Verbraucher, die ganz genau wissen möchten, wie viel Strom jedes einzelne Haushaltsgerät verbraucht, sollten sich ein Energiemessgerät anschaffen. Zwischen Steckdose und beispielsweise Kaffeemaschine geschaltet, zeigen die Messgeräte den Stromverbrauch an. Bei Kauf eines Messgerätes heißt es aber darauf schauen, welchen maximalen Watt-Aufnahme/Wirk-Leistungsbereich das Gerät verkraftet. Als Beispiel: Ist der Messer auf maximal 1.800 Watt ausgelegt und ich möchte meinen Heizlüfter im Keller mal genauer unter die Stromlupe nehmen, so ist der Leistungsbereich um 200 Watt überschritten und das Gerät könnte kaputt gehen.

Verena Fahrion

Rubriklistenbild: © dpa

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