So läuft ihr Keller nicht mehr voll

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Eine sogenannte Rückstausicherung soll Hausbesitzern eine Menge Ärger ersparen. Sie sorgt dafür, dass bei starken Niederschlägen die Keller trocken bleiben.

So wichtig Niederschläge für die Natur auch sind – für Hausbesitzer kann Regen verheerende Auswirkungen haben. Vor allem, wenn es aus allen Kübeln schüttet. Denn nicht selten ist das Ergebnis ein überfluteter Keller. Einer Umfrage der Provinzial-Versicherung zufolge haben bereits zwölf Prozent der Deutschen diese Erfahrung gemacht.

Die Ursache für die Überschwemmungen liegt in der Kanalisation. Sie ist für sehr große Wassermengen nicht ausgelegt und kann diese nicht schnell genug ableiten. Dadurch drückt das Wasser zurück in die Leitungen der Wohnhäuser, im Fachjargon Rückstau genannt. Neben starken Regenfällen können auch andere Ursachen eine Rolle spielen, etwa Rohrbrüche und -verstopfungen, altersbedingte Ablagerungen oder Wurzeleinwüchse von Bäumen.

Auf den hinterher anfallenden Kosten bleiben die Bauherren oft sitzen, denn die Gemeinde muss dafür nicht haften. Durch die klassische Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung sind Rückstauschäden ebenfalls nicht abgedeckt. Möglich ist nur eine zusätzliche Elementarschadenversicherung, in der dieses Risiko noch gesondert abgeschlossen werden muss. Doch selbst dann werden die Leistungen nur gezahlt, wenn im Haus eine funktionierende Rückstausicherung vorhanden ist.

Eine solche Schutzvorkehrung kann schon von vornherein dafür sorgen, dass der eigene Keller trocken bleibt. Grundsätzlich gibt es dabei drei Möglichkeiten. Hebeanlagen beispielsweise pumpen das überschüssige Wasser in einem separaten Rohrsystem hoch genug, damit es dem natürlichen Gefälle entsprechend in den Kanal abfließen kann.

Der Vorteil ist, dass auch während eines Rückstaus die Waschmaschine oder Dusche im Keller genutzt werden kann. Da die Anlage aber unabhängig von drohendem Hochwasser ständig in Betrieb ist, verursacht sie zusätzliche Kosten und Pumpgeräusche. Rückstauverschlüsse wiederum arbeiten lautlos. Im Normalbetrieb lassen sie das Abwasser ungehindert abfließen, während im Notfall selbständig schließende Klappen eine Überschwemmung verhindern.

Allerdings dürfen bei dieser Variante die Sanitäreinrichtungen im Keller nicht benutzt werden, solange die Klappen den Weg versperren. Neu auf dem Markt sind spezielle Anlagen, welche die Vorteile beider Lösungen vereinen.

Welche Art des Rückstauschutzes die richtige ist, hängt aber nicht von den persönlichen Vorlieben ab. Denn die individuellen Gegebenheiten rund um das eigene Abwassersystem und gesetzliche Vorschriften geben den Ausschlag, welches Modell in Frage kommt. Deshalb führt kein Weg an einer Beratung und Planung durch qualifizierte Fachhandwerker, wie sie etwa in der Bad & Heizung AG zusammengeschlossen sind, vorbei.

Wer glaubt, aufgrund einer höheren Wohnlage ausreichend gegen einen Rückstau geschützt zu sein, sollte sich seiner Sache nicht zu sicher sein.

Aufgrund des Klimawandels wird es in Zukunft häufiger Starkregenfälle geben, darin sind sich anerkannte Meteorologen und der Deutsche Wetterdienst einig. Das wiederum führt dazu, dass auch Wohngebiete überflutet werden können, die bisher nicht betroffen waren.

Ausführliche Informationen zur Rückstausicherung und Handwerksbetrieben vor Ort gibt es im Internet unter www.badundheizung.de.

bau-pr

Rubriklistenbild: © bau-pr

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