Weltpremiere

Aeromobil 4.0: Fliegendes Auto geht in Serienproduktion

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AeroMobil 4.0 soll ab 2018 für ca 1.5 Millionen Euro auf den Markt kommen.

Aus Science Fiction wird Realität: Das futuristische Flugauto AeroMobil 4.0 kommt 2018 auf den Markt. Reichweiten von 750 Kilometern sollen möglich sein.

Auf der Automesse "Top Marques" in Monaco, der „exklusivsten Supercar-Show der Welt“ hat die slowakische Firma Aero Mobil ihre neueste Entwicklung vorgestellt: Das AeroMobil 4.0. ist eine Ko mbination aus Auto und Kleinflugzeug und soll schon bald alltagstauglich sein. Für 2018 sollen die ersten 500 Exemplare in Serie gehen, eine Vorbestellung ist bereits jetzt möglich.

Rund 27 Jahre tüftelten Mitarbeiter CEO Juraj Vaculik und sein Team eigenen Angaben zufolge an der Marktreife ihres fliegenden Autos. Optisch kann sich das AeroMobil auf jeden Fall sehen lassen: Es besticht durch sein modernes aerodynamisches Design und ein voll ausgestattetes Glas-Cockpit, in dem zwei Personen Platz haben. 

Losfliegen funktioniert auch ohne Flugplatz

In nur drei Minuten wird aus dem Auto ein Flugzeug.

Innerhalb von drei Minuten soll sich das 300 PS-Mobil in ein Flugzeug verwandeln können: Die Flügel sind wie bei einem Insekt nach hinten eingeklappt und erreichen beim Ausfahren eine Spannweite von 8,8 Metern. Um abzuheben, genügt laut Hersteller eine einfache Wiese und eine Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. In der Luft sind dabei Geschwindigkeiten von 360 km/h möglich, auf der Straße kommt das Auto auf etwa 160 km/h. Der effiziente Hybridmotor wird mit Normalbenzin betrieben – vollgetankt soll das sechs Meter lange Flugauto eine Reichweite von 750 Kilomete rn erreichen. Dazu wird es im hinteren Teil zusätzlich von einem Propeller angetrieben. 

Sicherheitselemente sind überaus wichtig

Bei der Entwicklung des neuen AeroMobil wurde zudem besonders auf eine gute Sicherheitsausstattung geachtet: Zusätzlich zum pyrotechnischen Sicherheitsgurtsystem befinden sich Airbags und Fallschirme an Bord. Dies erwies sich schon vor zwei Jahren nützlich, als Chefkonstrukteur und Pilot Stefan Klein mit dem Prototypen des Vorgängermodells Aeromobil 3.0 aus einer Höhe von 300 Metern abstürzte. Zum Glück schaffte er damals, den Fallschirm zu aktivieren und  kam unverletzt davon. 

AeroMobil ist kein Schnäppchen

Der fliegende Flitzer hat aber auch seinen Preis: laut der slowakischen Zeitung „Pravda“ soll dieser zwischen 1.2 und 1.5 Millionen Euro liegen. Zudem benötigt man für den Betrieb eine Pilotenlizenz. Das AeroMobil ist nicht das erste Flugauto: Airbus hat auf dem Genfer Auto-Salon im März sein Konzeptfahrzeug Pop.Up – eine Mischung aus Auto und Flugdrohne – vorgestellt, und der „fliegende HolländerHelikopter PAL-V geht 2018 ebenfalls in Serie.

Mit Hilfe fliegender Autos wollen die Hersteller versuchen, die heutigen Probleme im Großstadtverkehr zu lösen. So sollen sich Staus, schlechtes Wetter oder ungeliebte Straßenabschnitte einfach "überfliegen" lassen.

Erstes Flugauto wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden

Übrigens ist das Flugauto an sich keine neue Erfindung: Bereits 1917 entwarf der amerikanische Rennfahrer und Pilot das „Autoplane“, das zwar noch nicht flugfähig war, aber kurze Strecken vom Boden abheben konnte. Das erste fliegende Auto, das mehrmals flog und auch nachgebaut wurde, kam 1937 mit dem A rrowbile von Waldo Waterman aus Kalifornien.

von Julia Gershovych

Flugauto Aeromobil 3.0

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