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Regeln im Ausland

Alkoholtest verweigert: Wo Geldstrafen und Gefängnis drohen

Wer den Alkoholtest in Ländern wie der Schweiz, Italien, Frankreich, den Niederlanden oder in Österreich verweigert, muss mit hohen Strafen rechnen. Foto: Uli Deck/dpa
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Wer den Alkoholtest in Ländern wie der Schweiz, Italien, Frankreich, den Niederlanden oder in Österreich verweigert, muss mit hohen Strafen rechnen. Foto: Uli Deck/dpa

Auch wer nichts getrunken hat, sollte bei Polizeikontrollen im europäischen Ausland einem Alkoholtest zustimmen. Anderenfalls drohen mancherorts drakonische Strafen und zum Teil sogar Gefängnis.

München (dpa/tmn) - In einigen Ländern Europas sollten Autofahrer einen Alkoholtest bei Kontrollen nicht verweigern. Wie der ADAC mitteilt, unterstellt zum Beispiel Österreich automatisch 1,6 Promille Blutalkohol bei Fahrern, die einer Kontrolle nicht zustimmen.

Geldstrafen von 1600 bis 5900 Euro können folgen. Ausländer bekommen außerdem ein Fahrverbot in Österreich für mindestens ein halbes Jahr. Auch in den Niederlanden sind Atem- und Blutalkoholtest verpflichtend - wer sich weigert, begeht eine Straftat, und zwar egal, ob man Alkohol im Blut hat oder nicht. Eine Ausnahme gilt nur, wenn medizinische Gründe dagegen sprechen, die ein ärztliches Attest aber bestätigen muss. Wer ablehnt, zahlt in den Niederlanden 1000 Euro Bußgeld und bekommt ein Fahrverbot von neun Monaten auferlegt, erklärt der ADAC.

Die Schweiz ahndet laut ADAC die Weigerung eines Alkoholtests mit einkommensabhängigen Geldstrafen oder sogar bis zu drei Jahren Gefängnis. Luxemburg verhängt Bußgelder von 500 bis 10 000 Euro. Auch Gefängnisstrafen von drei Tagen bis zu acht Jahren sind möglich.

In Frankreich drohen Geldstrafen von bis zu 4500 Euro und bis zu zwei Jahre Haft. Italien brummt Verweigerern 1500 bis 6000 Euro sowie mögliche Haftstrafen von bis zu zwölf Monaten auf. In Schweden kann die Polizei Autofahrer in Gewahrsam nehmen und zu einer Blutprobe zwingen, wenn diese einen Atemalkoholtest verweigern.

In Deutschland können Autofahrer zwar eine Atemalkoholkontrolle verweigern. Sie müssen dann aber damit rechnen, dass die Polizei bei einem Alkoholverdacht eine ärztliche Blutprobe veranlasst.

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