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Alles muss raus!

Den Pflegenotstand am Auto beseitigen

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Bevor man sein Auto in die Waschstraße fährt, sollte man den groben Winterdreck mit dem Hochdruckreiniger entfernen.

Berlin - Schnee und Schneematsch, Schmutz und Kälte - der Winter sorgt in vielerlei Hinsicht dafür, dass sich so einiges im Auto ansammelt und diverse Arbeiten vernachlässigt werden. Doch mit dem besser werdenden Wetter sollten Autofahrer ihrem Fahrzeug wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.

Und das nicht nur, um es herauszuputzen, sondern auch, um sicher unterwegs zu sein. Und sogar die Umwelt kann man schonen, wenn man sein Auto fit für den Frühling macht.

"Salz und Dreck sind aggressiv und setzen dem Lack zu", sagt Thomas Schreiner vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Der Schmutz muss runter - aber bitte mit Vorbehandlung: Vor der Fahrt in die Waschstraße sollte der Wagen gründlich mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet werden. "Sonst kann der Schmutz durch die Bürsten der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirken." Den sauberen Lack untersucht man dann auf Schäden und bessert diese möglichst schnell aus, da sich sonst Rostnester bilden können.

Damit man den frisch geputzen Lack nicht durch aufgewirbelten Staub wieder beschmutzt, wird noch vor der Außenwäsche der Innenraum ausgemistet, gewienert und gesaugt. "Für die Oberflächen wie Armaturenbrett und Verkleidungen eignen sich Mikrofasertücher gut", sagt Schreiner. Gegen Feuchtigkeit, die sich im Winter leicht im Auto sammelt, hilft ausgelegtes Zeitungspapier. Rainer Camen vom TÜV Nord ergänzt: "Als Laternenparker kann man auch den Nachbarn mit Garage fragen, ob man das Auto dort mal über Nacht durchlüften darf." Wer den Innenraum davor bewusst überheizt, bekommt ihn besser trocken.

Schneeketten, Notfallschaufel, warme Decken - all das muss raus aus dem Kofferraum, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Denn der Ballast treibt den Spritverbrauch in die Höhe. "Man kann sagen, dass 100 Kilo mehr Gewicht den Spritverbrauch um etwa einen halben Liter erhöhen", sagt Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Noch stärker können Dachboxen den Verbrauch in die Höhe treiben. Deshalb gilt: Runter damit, wenn der Skiurlaub vorbei ist.

Da eine Autobatterie unter niedrigen Temperaturen leidet, hat sie nach dem Winter oft an Kapazität eingebüßt - auch das hat Konsequenzen für den Spritverbrauch. "Ein schwächelnder Akku will ständig geladen werden, weshalb die Lichtmaschine ständig arbeitet", erläutert Ahrens. Auch eine zugesetzte Lüftung kann Strom- und Spritverbrauch erhöhen. "Da hilft es, die Lüftungsfilter zu wechseln und die Lüftungsgitter von Laub und Dreck zu befreien", erklärt der VCD-Experte. Sonst muss die Lüftung unnötig hart arbeiten.

Wenn die Sonne im Frühling endlich wieder morgens durch die Windschutzscheibe scheint, trübt oft ein Schmierfilm die Sicht. "Da sollte man die Windschutzscheibe von innen mal richtig gründlich mit Spülmittel putzen", sagt Rainer Camen. Ist der Dreck innen und außen weg, steht ein weiterer Sicherheitscheck an: "Im Winter ist das Steinschlag-Risiko besonders groß", so der TÜV-Nord-Sprecher. Eine gründliche Untersuchung der sauberen Scheibe kann unliebsame Überraschungen offenbaren. Selbst kleine Macken sollte man nicht ignorieren: Daraus wird schnell ein großer Riss.

Der Steinschlag-Check ist auch an allen Fahrzeugleuchten ratsam, dabei sollten sie außerdem auf Wassereinbruch untersucht werden. So lassen sich unter Umständen teure Schäden rechtzeitig verhindern.

Für die Sicherheit besonders relevant sind Fahrwerk und Bremsen. Das gilt zwar unabhängig von der Jahreszeit, doch der anstehende Wechsel auf Sommerreifen ist eine gute Gelegenheit zur Inspektion. "Wer selbst die Räder wechselt, sollte mal in die Radkästen schauen, ob Stoßdämpfer und Federn Schäden aufweisen", rät Camen. Viel lasse sich schon durch eine bloße Sichtprüfung erkennen oder dadurch, dass man an den Bauteilen wackelt. "Und nicht vergessen: Auch die Bremsen gründlich in Augenschein zu nehmen."

dpa

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