So kann man sein Rad winterfit machen

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Egal ob eingelagert oder fahrbereit, Radl-Pflege im Winter ist wichtig!
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Amerang - Für manchen Drahtesel beginnt jetzt der Winterschlaf! Doch nicht alle können auf das Fahrrad in der kalten Jahreszeit verzichten.

Egal ob gelagert oder benutzt, das eigene Radl kann einiges an Pflege vor dem Wintereinbruch gebrauchen. Radlexperte Alex Mitter, der in Amerang zu Hause ist, zeigt, wie das Fahrrad winterfit wird.

„Nutzt man das Rad, muss immer genug Öl auf der Kette sein. Außerdem sollte nach einer Fahrt auf salzgestreutem Belag das Fahrrad von Rückständen befreit werden. Putzen und Waschen lautet die Devise. Sobald Salz im Spiel ist, ist das Putzen besonders wichtig“.

Karbon-Räder sollten im Winter nicht nach draußen. „Ideal wäre es eigentlich, im Winter ein älteres Fahrrad zu benutzen, damit das neue nicht durch die widrigen Bedingungen kaputt geht“ heißt es vom Profi.

Spikes können helfen

Wer den Winter über viel Fahrrad fährt, kann sich sogenannte Spikes-Reifen aufziehen. Diese sorgen für mehr Haftung auf glattem Weg. Außerdem gilt: je mehr Profil ein Reifen hat, desto besser fährt es sich im Winter.

Welche Lager-Position?

Stehend an die Wand oder aber seitlich aufgehängt liegen Sie richtig! Wenn das Rad am Boden stehend gelagert wird, sollten die Reifen aufgepumpt werden. Schlappe Reifen nehmen Schaden.

Wer sein Fahrrad hängend lagert, sollte darauf achten, dass alles was in Bewegung ist oder war, geölt wird.

Öl ist immer wichtig

Öl auf die Röllchen und Innenlaschen auftragen, mit ein paar Kurbelumdrehungen auf der Kette verteilen, das überflüssige Öl mit einem Lappen wegwischen. Schon läuft es wie geschmiert. Achtung: Kein Öl auf Felgen, Bremsgummis, Scheibenbremsen oder die Bremsbeläge. Dies hätte eine Reduzierung der Bremswirkung zur Folge, warnt Alex Mitter.

Akku hasst Kälte

Wichtig bei Elektrobikes: Akku raus und ins Warme bringen. Akku gefriert bei kalten Temperaturen. Den Akku zum Überwintern nicht komplett vollladen. Die meisten Hersteller empfehlen ein Aufladen zwischen 50 und 60 Prozent. Drinnen einlagern sei besonders wichtig, weil der Akku weder in der Kälte geladen, noch in der Kälte gelagert werden mag, weiß Alex Mitter.

„15 bis 20 Grad sind die ideale Wohlfühltemperatur für Akkus“.

Fahrräder winterfit machen

Check daheim oder in der Werkstatt

Wer sein Fahrrad zum Check zu einer Radl-Werkstatt bringen mag, sollte dies entspannt in den Wintermonaten machen. Dann haben die Geschäfte mehr Zeit und der Kunde kann beim ersten Sonnentag im Frühjahr gleich an eine Fahrradtour denken und nicht an den Service beim Drahtesel. Sich unbeschwert in den Sattel zu schwingen, wird nach einem Check up im Winter deutlich einfacher.

Weitere Sevice-Maßnahmen

Gut wäre es, Sattelstützen einzufetten oder sogar abzunehmen, damit der Rahmen austrocknen kann. Außerdem Verschleißerscheinungen überprüfen. Dann wären die wichtigsten Dinge schon erledigt. Auch die Federgabeln und Dämpfer sollten gegebenenfalls mit Luft gefüllt werden. Der Radl-Mechaniker würde zudem die Schaltung einstellen und das Licht auf Verkehrstauglichkeit checken. Seit August gilt ja: Es muss keine Lichtmaschine mehr am Fahrrad für das Licht sorgen. Der Dynamo hat ausgedient. Auch beim Elektrorad darf das Licht die Energie aus dem Akku gewinnen. Alles muss freilich mit der Straßenverkehrsordnung kompatibel sein.

Vorsicht geboten

Ein Fahrrad ist ein Fortbewegungsmittel, das verkehrstauglich sein muss. In den Städten gibt es verstärkt Kontrollen, ob eine Glocke, Reflektoren an den Pedalen und den Speichen hinten sowie vorne angebracht sind. In Einzelfällen droht sogar Bußgeld, heißt es. Ob Sie nun den fahrbaren Untersatz einmotten oder den Winter über benutzen, eine kleine Pflegekur schadet nie. Meist reichen dafür 15 bis 30 Minuten, um das Fahrrad in Topform zu bekommen.

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