Experten-Tipps

Anfahren auf Schnee – in welchen Gang sollten Autofahrer zuerst schalten?

Beim Anfahren auf schneeglatter Straße kann‘s manchmal Probleme geben.
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Beim Anfahren auf schneeglatter Straße kann‘s manchmal Probleme geben.

Auf schneeglatter Fahrbahn kommen manche Autos beim Anfahren ins Rutschen. Lesen Sie hier, was Sie als Autofahrer dagegen tun können.

Autofahrer fragen: Wie fahre ich sicher auf Schnee*  an? Thomas Schuster, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS weiß Rat. Lesen Sie hier die Experten-Tipps:

Im zweiten Gang im Schnee anfahren und frühzeitig hochschalten

Auf glatter Fahrbahn ist Gefühl beim Anfahren und Gasgeben gefragt. Am besten fährt man direkt im zweiten Gang an und schaltet dann frühzeitig hoch, um durchdrehende Reifen zu vermeiden.

Übrigens reduzieren eingeschlagene Räder die Traktionskräfte, weswegen man erst einlenken sollte, wenn das Fahrzeug bereits in Bewegung gesetzt werden konnte.

Lesen Sie zudem: Autoscheiben enteisen? Darum sollten Sie es auch nicht mit kaltem Wasser probieren

Einige neuere Autos verfügen über Schnee-Modus

Bei den meisten Automatikgetrieben gibt es ein oder zwei feste Fahrstufen, die eigentlich die Motorbremse im Anhängerbetrieb aktivieren, aber auch für das Anfahren auf Schnee geeignet sind. Einige neuere Autos verfügen außerdem über einen Schnee-Modus, bei dem die Raddrehzahl gesenkt und teilweise der ESP-Eingriff optimiert wird. Gerade für SUV-Modelle, für die kein Allradantrieb im Angebot ist, hat sich dieser Ansatz in den vergangenen Jahren eingebürgert.

Lesen Sie hier: So lösen Sie eine eingefrorene Handbremse

Bei Glätte und hohem Schnee hilft Schaukelmethode

Kommt zum glatten Untergrund noch hoher Schnee dazu, hilft die Schaukelmethode. Dabei wird vorsichtig im Vorwärtsgang angefahren, bis die Räder anfangen durchzudrehen. Dann sofort auskuppeln und das Fahrzeug zurückrollen lassen.

Stellung „N“ bei Automatikgetrieben einstellen

Bei Automatikgetrieben wird in die Stellung „N“ geschaltet. Das Ganze wiederholt man in kurzer Abfolge, bis der Wagen frei ist – allerdings möglichst vorsichtig, sonst kann die Kupplung Schaden nehmen.

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Grip-Hilfen beim Anfahren im Winter: Sand, Split, Decken oder Fußmatten?

Wer Sand oder Split zur Hand hat, streut diesen für eine bessere Traktion vor und hinter den Rädern der angetriebenen Achse aus. Auch Katzenstreu tut gute Dienste. Decken, Fußmatten oder ähnliches als Grip-Hilfe zu nutzen kann auch zum Erfolg führen, aber Vorsicht, im ungünstigsten Fall schleudern diese bei zu impulsiven Nutzung des Gaspedals unkontrolliert durch die Gegend oder verheddern sich in den Radhäusern. (Dirk Schwarz/SP-X/ahu) *rosenheim 24 und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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