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Verflixt und zugeparkt

Auto oder Einfahrt zugeparkt: So wehrt Ihr Euch gegen Falschparker

Extrem ärgerlich: Zugeparkte Autos.
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Extrem ärgerlich: Zugeparkte Autos.

Parkplätze sind vor allem in der Stadt Mangelware. Manche Autofahrer parken daher gern mal in der zweiten Reihe oder stellen sich in Einfahrten. Aber wie können Fahrer reagieren, wenn sie zugeparkt wurden?

Ihr habt morgens einen wichtigen Termin und wollt gerade aus der Garage oder Einfahrt fahren. Doch ein anderes Auto versperrt Euch den Weg. Was nun? Das unterscheidet sich von Fall zu Fall.

Garage oder Einfahrt zugeparkt – Was tun?

Wenn Eure Garageneinfahrt zugeparkt ist, gilt es erst einmal abzuwarten. Mindestens fünf Minuten solltet Ihr auf den Falschparker warten. Mit etwas Glück ist er nur kurz zum Bäcker oder in die Apotheke gegangen. Mit Hupen auf sich aufmerksam zu machen, ist keine gute Idee. Denn das ist laut Straßenverkehrsordnung nur im Gefahrenfall erlaubt.

Kommt der Falschparker nach der Wartezeit immer noch nicht, solltet Ihr die Polizei oder das Ordnungsamt anrufen. Diese können einen Strafzettel ausstellen und den Fahrzeughalter ermitteln. Sollte dieser nicht auffindbar sein, dürfen Polizei und Ordnungsamt den Wagen abschleppen oder umsetzen lassen. Die Kosten muss der Falschparker bezahlen.

Achtung: In der Regel müsst Ihr dafür eine Vorabzahlung leisten. Diese solltet Ihr später wieder geltend machen.

Schadensersatzansprüche und Verwarngelder

Wenn der Falschparker nicht rechtzeitig entfernt wird, könnt Ihr auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi umsteigen. Anschließend müsst Ihr Schadensersatzansprüche gegen den Verursacher prüfen lassen, um die zusätzlichen Kosten ersetzt zubekommen.

Parkt ein Auto in einer sogenannten Sperrzone, kostet das normalerweise ein Verwarngeld von 25 Euro. Das gilt auch, wenn eine Zufahrt widerrechtlich zugeparkt wurde. Wird auch noch eine Feuerwehreinfahrt blockiert, sind ein Bußgeld in Höhe von 65 Euro und ein Punkt in Flensburg möglich.

Vorne und hinten eingeparkt – Was tun?

Abends ist die Parklücke am Straßenrand noch groß genug, aber am nächsten Morgen seid Ihr vorne und hinten zugeparkt; ein Rauskommen unmöglich. Auch in diesem Fall solltet Ihr die Polizei verständigen, die dann beide Fahrzeughalter ermittelt.

Sollte dies erfolglos bleiben, werden gleich beide Einparker abgeschleppt. Denn es ist nicht festzustellen, wer am Ende Schuld ist, dass Ihr nicht mehr aus der Parklücke kommt – und Euch wahrscheinlich auch egal. Neben den Abschleppkosten kommt auf den Falschparker auch ein Bußgeld von bis zu 15 Euro zu.

Privatparkplatz zugeparkt – Was tun?

Steht ein anderes Auto auf Eurem Privatparkplatz oder auf einer Stellfläche, die für Anwohner oder Eigentümer reserviert sind, wird es schwieriger. Denn Polizei oder Ordnungsamt können nur den Fahrzeughalter feststellen. Einen Abschleppdienst müsst Ihr selbst beauftragen. Allerdings müsst Ihr die Kosten zunächst selber tragen und sie später geltend machen, erklärt der ADAC Jurist Dr. Markus Schäpe.

Achtung: Parkt den Falschparker nicht ein. Ansonsten macht Ihr Euch Schäpe zufolge der Nötigung schuldig, auch wenn der Falschparker zu Unrecht auf Eurem Stellplatz steht.

Kosten für den Abschleppdienst

Wie teuer das Abschleppen eines Autos ist, hängt von der Gebührenordnung Eurer Kommune, vom Wochentag sowie der Uhrzeit ab. Billiger ist das Versetzen von Autos. Dabei wird der Falschparker auf eine freie Stelle in der Nähe gestellt.

Zu den Abschleppkosten kommen in der Regel noch örtliche Verwaltungsgebühren hinzu. Von Bußgeldern ganz abgesehen. Kommt der Falschparker zurück, bevor sein Auto am Haken hängt, muss er trotzdem die An- und Abfahrt bezahlen.

ID/red