Lage insgesamt wohl ruhig

Osterreiseverkehr: Wenig los auf den Autobahnen – laut Prognose aber nicht an diesem Tag

Coronavirus - Verkehr zu Beginn der Osterferien in Bayern 2020
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Schon 2020 war in den Osterferien wegen der Coronakrise deutlich weniger los als in den Vorjahren, wie hier auf der Autobahn 9 in Richtung München.

Der Corona-Lockdown macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Mit etwas mehr Verkehr müssen Autofahrer trotzdem gegen Ende des langen Osterwochenendes rechnen.

Im Corona-Lockdown 2021 rechnet der ADAC in diesem Jahr an Ostern mit „deutlich weniger Reiseverkehr als in früheren Jahren“. Die Corona-Krise und ihre Einschränkungen würden kaum überregionale Reisen erlauben, obwohl in fast allen Bundesländern Ferien seien, heißt es auf ADAC.de. Zudem appelliere die Bundesregierung eindringlich, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland gerade an Ostern zu verzichten, betonen die Experten. Verwandtenbesuche dürften nur in eingeschränktem Maße stattfinden. Dasselbe gelte für Ausflugsfahrten in die Umgebung bei schönem Wetter. „Bei Überlastung der Naherholungsziele in Hotspots könnten allerdings auch hier Sperren und Zurückweisungen drohen“, hieß es auf ADAC.de .

Reiseverkehr zu Ostern: ADAC rechnet mit ähnlich ruhiger Lage wie 2020

Im vergangenen Jahr hatte es nach ADAC-Angaben deutschlandweit vom Gründonnerstag bis zum Ostermontag rund 500 Kilometer Stau auf den Autobahnen gegeben. In diesem Jahr rechnen die Experten mit einer „ähnlich ruhigen“ Verkehrslage wie Ostern 2020. 2019 seien es noch 17.000 Staukilometer gewesen.

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Stau-Prognose des ADAC: Etwas mehr Verkehr am Ostermontag

„Trotz der Pandemie-Beschränkungen werden die Autobahnen jedoch nicht vollständig leer sein“, sagen die Experten voraus. „Voraussichtlich am Gründonnerstag, 1. April, – 2019 zählte dieser Tag noch zu den fünf staureichsten Tagen des Jahres – werden Pendler auf dem Heimweg und Autofahrer auf dem Weg zu ihren Familien oder Verwandten sein.“ Verzögerungen seien an Baustellen und auf den Ballungsraum-Autobahnen möglich. Ebenfalls etwas mehr Verkehr erwarte der ADAC auch am Ostermontag, 5. April, wenn das verlängerte Wochenende endet.

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Baustellen und Vollsperrungen auf den Autobahnen

Derzeit gebe es auf Deutschlands Autobahnen 693 Baustellen und „damit annähernd gleich viele wie vor einer Woche“, hieß es weiter auf ADAC.de (Stand: 29. März) . Auch Wochenendsperren seien geplant. Die derzeitigen Autobahnsperren laut ADAC:

  • A38 Göttingen Richtung Halle zwischen Friedland und Arenshausen (Heidkopftunnel) bis 30. April.
  • A40 Duisburg Richtung Essen zwischen Kreuz Kaiserberg und Mülheim a. d. R.-Styrum von Donnerstag, 1. April, 22 Uhr, bis Dienstag, 6. April, 5 Uhr.
  • A49 Kassel – Gießen in beiden Richtungen zwischen Borken (Hessen) und Neuental bis 31. Juli.

Staugefahr auch bei Nebel oder überfrierender Nässe auf den Straßen

Plötzlich auftretende Nebelfelder oder zum Beispiel überfrierende Nässe seien zudem auch Anfang April nicht auszuschließen, warnte der ADAC. „Sind die Straßen glatt, ist die Staugefahr ungleich höher.“

Regionale Naherholungsgebiete: Erhöhtes Verkehrsaufkommen über die Ferien?

Laut ADAC müsse an den Grenzen mit Kontrollen und Wartezeiten gerechnet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa, Stand: 28. März) zudem berichtete. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen über die Ferien erwarte der ADAC je nach aktueller Lage zudem an den jeweiligen regionalen Naherholungsgebieten. Man rate Ausflüglern daher, sich vorab zu informieren. Bei Überfüllung sei zu erwarten, dass die Polizei Parkplätze schließe und Besucher abweise.

Bei Fahrten ins Ausland sollten sich Reisende unbedingt über die dort bestehenden Beschränkungen und Quarantäneregeln informieren, rät zudem der ACE, der dazu online eine Übersicht bereitstellt. In den Alpen seien viele Passstraßen weiter gesperrt. (ahu) *rosenheim24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: ADAC, ACE, dpa

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StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr

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Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder* überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Fahrzeuge von Carsharing-Diensten* müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen

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