Ausgebremst

Deutsche Autofahrer stehen 36 Stunden im Stau

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Stuttgart - Stillstand nervt Autofahrer gewaltig. Kein Wunder, einer neuen Studie zufolge standen die Deutschen rund 36 Stunden im letzten Jahr im Stau. In Stuttgart sogar 58 Stunden.

Besonders hart getroffen hat es neben den Stuttgart, Köln mit 57 und Hamburg mit 55 Stunden. Im europäischen Vergleich liegen diese Städte auf den Plätzen 17, 18 und 21, teilte das US-Unternehmen Inrix - ein Anbieter von Verkehrsinformationen - am Donnerstag mit. Spitzenreiter sind Mailand, Brüssel, Antwerpen, Paris und Manchester, wo bis zu 70 Stunden errechnet wurden.

Mit diesen Promis stehen wir gerne im Stau

Wer mit dem Auto in den Urlaub unterwegs ist, kann auf Stau verzichten. Doch wenn es trotzdem soweit kommt, hilft Geduld oder gute Gesellschaft. Mit Sebastian Vettel würden die Deutschen, laut einer Umfrage von CosmoDirekt, am liebsten im Stau stehen. Jeder Fünfte wünscht sich den Formel-1-Weltmeister beim Warten im Auto an seiner Seite. © dpa
18 Prozent der Befragten würden die Wartezeit gern durch ein Gespräch mit dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck verkürzen. © dpa
Oder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (18 Prozent) über die Lage der Nation diskutieren. © dpa
Fachsimpeln über den deutschen EM-Kader möchten dagegen nur wenige: Für lediglich 15 Prozent wäre Joachim Löw der ideale Stau-Begleiter. © dpa
Biathletin Magdalena Neuner steht auch als Beifahrerin hoch im Kurs: Knapp jeder Dritte (30 Prozent) würden gerne neben der Weltmeisterin sitzen. © dpa
Mit Talkmasterin Sandra Maischberger würden sogar 19 Prozent gerne plaudern. © dpa
Weniger gefragt ist hingegen die Gesellschaft von Heidi Klum: Nur acht Prozent hätten die Moderatorin während eines Staus gern im Auto dabei. © dpa

Insgesamt sei das Risiko, im Stau zu stehen, im vergangenen Jahr geringer geworden. Weltweit registrierte Inrix einen Rückgang um 17 Prozent, in Deutschland um 8 Prozent. Gründe dafür seien die hohen Treibstoffpreise sowie die Wirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit. So zeige sich der Rückgang vor allem in den europäischen Schuldenstaaten: In Portugal hätten sich die Staus 2011 im Vergleich zu 2010 halbiert, in Irland seien sie um ein Viertel zurückgegangen, in Spanien um 15 und in Italien um 12 Prozent.

Verkehr Index für die Wirtschaft

„Wie es mit dem Verkehr steht, so steht es auch um die Wirtschaft“, sagte Inrix-Manager Stuart Marks. „Verkehrsstaus sind ein ausgezeichneter Konjunkturindikator, der zeigt, ob die Menschen zur Arbeit gehen, Unternehmen Produkte versenden und die Verbraucher Geld ausgeben.“ Deshalb ließen die Staurückgänge in Deutschland von acht Prozent und den Niederlanden von sieben Prozent aufhorchen.

Allerdings habe sich die Verkehrslage in Deutschland in den ersten fünf Monaten 2012 wieder verdichtet: Die Stauzeiten stiegen um sechs Prozent an.

Freitag ist Stautag

Nach dem Datenabgleich von Inrix besteht in Deutschland die größte Staugefahr am Freitagnachmittag. Dann müssten die Fahrer damit rechnen, dass sie etwa 27 Prozent länger unterwegs sind als in verkehrsarmen Zeiten. Am besten kommen Pendler laut Studie am Montagabend nach Hause.

dpa

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