Deutsche fühlen sich im Straßenverkehr unsicher

Berlin - Wie eine Umfrage der Unfallforschung ergab, fühlen sich die Menschen auf Deutschlands Straßen zunehmend unsicherer.

Das Sicherheitsgefühl der Verkehrsteilnehmer hat abgenommen. Das ergab eine jetzt veröffentlichte Umfrage der Unfallforschung der Versicherer (UDV) unter 1.680 Personen ab 18 Jahren. Demnach nahm das Sicherheitsgefühl der Befragten im Jahr 2010 im Vergleich zu 2008 ab. Die Zahl der Verunsicherten stieg von sechs auf zwölf Prozent. Den Grund für diese Veränderung konnten die Forscher nicht klären.

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Ein Blick in die Statistik lässt vermuten, dass das Unfallgeschehen in Deutschland Einfluss auf das Sicherheitsgefühl haben könnte: Das Jahr 2010 war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit rund 2,4 Millionen Kollisionen das unfallreichste seit elf Jahren.

Dennoch fühlen sich Auto- und auch Radfahrer an unsicheren Orten recht wohl. So empfinden laut der UDV-Umfrage 20 Prozent von 1.420 Pkw-Lenkern die Landstraße als sicher, obwohl dort die meisten Unfälle geschehen. Allein 2010 starben auf diesen Straßen 2.207 Menschen, 24.434 Personen wurden schwer verletzt.

Alleen werden von nur 15 Prozent als unsicher wahrgenommen, dabei geht nach Angaben des UDV-Leiters Siegfried Brockmann jeder fünfte Verkehrstote auf eine Kollision mit einem Baum zurück. Rund die Hälfte der 1.125 befragten Radfahrer fühlt sich auf für sie markierte Fahrstreifen auf Straßen nicht wohl. Hier herrscht jedoch laut der Unfallforscher ein hoher Sicherheitsfaktor.

dapd

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