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Kein Pardon in der Schweiz

Tempo 200! Deutscher Raser muss ins Gefängnis

Vor der feierlichen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels
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Gotthard-Basistunnels

Bei Temposündern versteht die Schweiz keinen Spaß. Ein Kantonsgericht hat nun einen Deutschen zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt, wie Medien berichten. Zu Recht?

Der 40-Jährige war mit bis zu Tempo 200 über die Autobahn A2 gebrettert und hatte dabei im Gotthard-Straßentunnel zehn Mal überholt.

Erst durch eine Polizeisperre vor einem Tunnel im Tessin konnte der Raser gestoppt werden, berichtet das Onlineportal 20min.ch. Der Vorfall ereignete sich im Sommer 2014. Bei seiner Raserfahrt durch sechs Kantone zur Sommerferienzeit habe der Mann das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel gesetzt. Nun fand der Prozess in Lugano statt. 

In Abwesenheit des Beschuldigten verurteilte das Kantonsgericht in Lugano den 40-Jährigen zu 30 Monaten Gefängnis, wie auf der Webseite zu lesen ist. Allerdings wäre die Strafe demnach zum Teil bedingt ausgesprochen worden. Weshalb der Mann nur für ein Jahr ins Gefängnis müsse.

In der Schweiz herrscht Tempolimit 120

Auf Schweizer Autobahnen sind maximal 120 Stundenkilometer erlaubt. Wer auf Schweizer Autobahnen mehr als 80 Stundenkilometer über dem Limit unterwegs ist, wird amtlich als „Raser“ eingestuft. Die Beschlagnahme des Fahrzeugs ist dann gesetzlich vorgeschrieben - neben hohen Geld- oder im Extremfall sogar Gefängnisstrafen.

Eine grenzüberschreitende Vollstreckung der Haftstrafe gibt es allerdings nicht. Doch im Falle einer Verurteilung wird die beschuldigte Person – sofern sie die Haft nicht antritt – in der Schweiz zur Verhaftung ausgeschrieben, was gegebenenfalls bei Wiedereinreise oder beim nächsten Aufenthalt in der Schweiz erfolgen kann.

Kein Pardon bei Rasern

Bei Rasern kennen die Schweizer Behörden kein Pardon. Die Methoden empfinden viele als zu krass. So machen Temposünder bei uns Schlagzeilen: „Deutscher Raser in der Schweiz - Auto weg“ - oder „Tacho-Panne: Schwede mit 290 geblitzt“.

Der Schwede hatte zudem eine dreiste Ausrede für die Polizei parat: Der Tacho in seinem Mercedes-Benz SLS AMG (571 PS) soll nicht richtig funktioniert haben. 

Aber selbst eine Pinkel-Pause kann in der Schweiz ganz schön teuer werden, wie tz.de berichtet. 550 Euro Strafe musste ein Autofahrer für seine Pipi-Pause auf der Autobahn im Stau blechen.

ml

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