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Wenn das E-Auto brennt

Täglich brennen 40 Benziner ab – bei E-Autobränden muss die Feuerwehr auf andere Lösch-Strategien zurückgreifen

Ein verbranntes Elektroauto ist auf dem Gelände eines Autohauses zu sehen.
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Ein verbranntes Elektroauto ist auf dem Gelände eines Autohauses zu sehen. Sind E-Fahrzeuge häufiger betroffen als Verbrenner? (Archivbild)

Immer wieder sorgen Videos von brennenden Elektro-Autos im Netz für Furore. Ob sie schneller in Brand geraten als Benziner und wie die Feuerwehr vorgeht, lesen Sie hier.

E-Autos sind nicht häufiger von Fahrzeugbrand betroffen als herkömmliche PKWs. So informiert der Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zufolge: „Tatsache ist, dass nach unseren Erkenntnissen von E-Autos keine höhere Brandgefahr ausgeht als von konventionell angetriebenen Autos“. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kann aus seiner Statistik kein höheres Brandrisiko für Stromer ableiten, so das RND. Ganze 40 Verbrenner-Fahrzeuge* würden dem GDV zufolge täglich abbrennen, informiert das Portal Elektromobilität NRW. Doch über Brände von Elektrofahrzeugen würde deutlich häufiger berichtet werden.

Auch Daten der Technischen Universität Braunschweig zufolge sind E-Autos statistisch gesehen nicht brandgefährdeter als ein Auto mit vollem Benzin- oder Diesel-Tank. Ein Grund dafür sind die Fahrzeugbatterien, die in Deutschland einem hohen Sicherheitsstandard entsprechen müssen, damit das E-Auto als fahrtüchtig und somit als zugelassen gilt. Wenn ein Elektroauto allerdings in Brand gerät, gestalten sich die Löscharbeiten für die Feuerwehr schwieriger als bei einem Benziner-Brand.

Lesen Sie auch: Welche Fahrzeuge dürfen an öffentlichen E-Ladesäulen parken? ADAC hat in 16 Städten nachgefragt.

E-Auto-Brand löschen: Welche Schritte die Feuerwehr einleiten muss

Wenn ein Benziner brennt, entziehen die Einsatzkräfte der Feuerwehr meist durch Löschschaum den notwendigen Sauerstoff, um das Feuer zu löschen. Bei E-Autos sei dagegen Wasser das geeignete Löschmittel, wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) als größter europäischer Verkehrsclub Karl-Heinz-Knorr, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands, zitiert. „Es reicht nicht, die sichtbaren Flammen zu ersticken“, so der Experte. Geraten Lithium-Ionen-Akkus, die in E-Autos verbaut sind, in Brand, würde in der Regel sehr viel Wasser für das Löschen benötigt werden, heißt es weiter vonseiten des ADAC.

Denn wenn der Akku Feuer fängt, wird sehr viel Energie in dessen Inneren freigesetzt. Dann helfe nur kühlen, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Dafür können neben reinem Wasser auch Löschmittelzusätze eingesetzt werden. Allerdings ist das Löschen eines E-Autos mit hohem Zeitaufwand verbunden, so der ADAC. Der Grund: Wasser und Löschmittel gelangen kaum ins Batteriegehäuse vor.

Aktuell werden auch andere Löschtechniken erprobt, die bei Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen können. Dazu zählt der Einsatz von Löschdecken und sogenannten Löschdornen. Letztere können durch das Batteriegehäuse getrieben werden, um den Akku mit Wasser zu fluten. (jg) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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