Stimmig und solide

Hyundai i30: Der asiatische Golf-Schläger

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Auch in Sachen Optik hat Hyundai i30 klar den VW-Rivalen im Blick.

Mit dem Hyundai i30 wollen die Südkoreaner seit 2007 dem Golf etwas entgegensetzen. Am 28. Januar startet die dritte Generation des rundum erneuerten koreanischen Fünftürers.

„Wir haben mit dem neuen i30 eine echte Alternative zum Volkswagen“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland, selbstbewusst. Wir haben erfahren, was der kompakte Asiate draufhat.

Optik

Entwickelt in Rüsselsheim, gefertigt in Tschechien ¬ die Koreaner haben dem i30 bewusst ein unaufgeregtes europäisches Design verpasst, das dem des Golf ähnlicher wird: Lediglich die neue Front mit Kaskadengrill und die Kante an der Heckklappe unterscheiden den Hyundai vom Klassenprimus. 

In der Länge ist der i30 gegenüber dem alten Modell um vier Zentimeter auf 4,34 Meter und in der Breite um zehn Zentimeter auf 1,80 Meter gewachsen - damit hat er in etwa Golf-Maße.

Innenraum

Übersicht und Sitzkomfort sind komfortabel. Die Vordersitze weisen einen guten Seitenhalt auf, sind optional aus Leder sowie beheiz- und belüftbar. Im Fond haben drei 1,80 Meter große Erwachsene ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Der Laderaum ist mit einem Fassungsvermögen von 395 Litern sogar 18 Liter größer als beim VW und lässt sich durch Umklappen der geteilten Rücksitzlehne (mit Ski-Durchreiche) bis auf gute 1300 Liter erweitern.

Cockpit

Das wirkt durch die mausgraue Kunststoffverkleidung leider etwas eintönig. Wertig und solide präsentieren sich aber das abgeflachte beheizbare Multifunktionslenkrad sowie das Armaturenbrett mit gut ablesbaren Rundinstrumenten. In der Mitte hat der i30 jetzt optional ein 8-Zoll-Multimediadisplay mit Navi, Live-Diensten und Rückfahrkamera. Es ist sowohl durch klassische Tasten als auch per Touch bedienbar. Das Infotainmentsystem funktioniert schnell und problemlos, ebenso Apple CarPlay, Android Auto und das kabellose Laden vom Smartphone (gilt ab der Ausstattungslinie Style).

Dem Inneren hätte man einen Schuss mehr Kreativität gewünscht. Multifunktionslenkrad und Display peppen das Cockpit auf.

Assistenzsysteme

Bereits in der Basis-Ausstattung sind serienmäßig ein adaptiver Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner, Fernlichtassis­tent, City-Notbremsfunktion und Tempomat an Bord. Optional sind zudem Totwinkelassistent, Einpark- oder Querverkehrswarner und Abstandsradar mit Bremsassistent erhältlich.

Lenkung und Fahrwerk 

Die neue elektrisch unterstützte Lenkung ist jetzt direkter und das Fahrwerk komfortabel und straffer.

Motoren

Neu unter den insgesamt sechs Antrieben (drei Benziner, drei Diesel) ist der angenehm laufruhige Vierzylinder-Turbobenziner. Er leistet 140 PS und generiert 242 Nm ab 1500 U/min. In knapp neun Sekunden beschleunigt er den i30 auf 100 km/h. 

Autor Uwe Fajga testete den neuen Koreaner-Golf.

Mit 6-Gang-Handschaltung fährt er 210 km/h Spitze, mit 7-Gang-DCT 205 km/h. Den Normverbrauch von 5,5 Litern übertreffen wir im Test allerdings um rund drei Liter.
Preis: ab 22.350 Euro. Ebenfalls neu im i30 ist der knurrige Dreizylinder aus dem i20 mit 120 PS und 172 Nm. Von null auf 100 km/h geht es in 11 Sekunden, Schluss ist bei 190 km/h. Der Verbrauch wird mit 5,0 Liter pro 100 km angegeben. Preis: ab 19.700 Euro.

Fazit

Der technisch und mit Assistenten kräftig aufgepäppelte i30 hat zum Giganten Golf weiter aufgeholt. Sein großer Vorteil ist der günstigere Preis bei nahezu gleicher Ausstattung. Und dann wäre da ja noch die fünfjährige Garantie ohne Kilometerbegrenzung … 

Uwe Fajga

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