Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der richtige Schutz fürs Bike

Fahrradversicherungen: Wann sie sich lohnen und worauf man achten muss

Frau fährt mit modernem E-Bike durch die Stadt
+
Die Anzahl der verkauften Fahr­räder steigt stetig, insbesondere bei den höher­preisigen und hier vor allem bei den E-Bikes.

Die Anzahl der verkauften Fahr­räder steigt stetig, insbesondere bei den höher­preisigen und hier vor allem bei den E-Bikes. Gerade wer sich ein teures Fahr­rad kauft, sollte es auch gut versichern. Hierbei gibt es einiges zu beachten.

Der durch­schnitt­liche Verkaufs­preis der 2021 verkauften Fahr­räder und E-Bikes in Deutschland betrug laut Zweirad-Industrie-Verband 1395 Euro. Im Vorjahr lag er noch bei 1279 Euro. Ob Rennrad, Mountainbike oder E-Bike – für Jeden gibt es ein passendes Fahrrad - und für jedes Fahrrad eine passende Versicherung.

Pedelec oder E-Bike? Ein entscheidender Unterschied

Wer sich beim Radeln durch einen Elektromotor lediglich unterstützen lässt, fährt ein sogenanntes Pedelec. Wenn die Motorleistung nicht höher als 250 Watt ist und der Motor ab 25 km/h abschaltet, gelten diese Zweiräder als einfache Fahrräder - und es besteht keine Versicherungspflicht.

Wer ohne Pedalunterstützung mit E-Antrieb fährt, hat ein E-Bike. Bis zu 45 km/h schnell, gilt es nicht mehr als Fahrrad, sondern als sogenanntes Kleinkraftrad. Das hat Konsequenzen: Es benötigt eine offizielle Betriebserlaubnis und darf nur mit einem Mofa-Führerschein gefahren werden. Fahrradwege sind tabu, und es besteht Helmpflicht

Auch in puncto Versicherung sind E-Bikes anspruchsvoller, denn eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist hier zwingend notwendig. Ebenfalls wichtig: Ein E-Bike kann nicht über die Hausratversicherung abgesichert werden. Deswegen empfiehlt sich der Abschluss einer Teilkasko-Versicherung, die beispielsweise vor den finanziellen Folgen eines Diebstahls schützt.

Laut www.test.de unterscheiden sich die Jahres­beiträge teil­weise erheblich. Der reine Diebstahl­schutz ist für ein 500 Euro teures Fahr­rad bereits ab 26 Euro jähr­lich zu haben, für ein 4000 Euro teures E-Bike ab 42 Euro. Es geht aber auch deutlich teurer: Der „Fahr­radiebstahl-Schutz“ der Arag kostet für das teuerste E-Bike im Test 640 Euro pro Jahr. Die Beiträge für die speziellen Fahr­radversicherungen variieren teil­weise je nach Wohn­ort.

Hausrat­versicherung oder doch lieber Fahr­radversicherung?

Über eine Hausratversicherung (mit Fahr­rad-Klausel) sind Fahr­räder in Haus, Wohnung, verschlossener Garage oder verschlossenem Keller als Teil des Hausrats versichert - zumindest gegen Einbruchdiebstahl. Wird das Fahrrad außerhalb verschlossener Räume entwendet, besteht meist kein Schutz. Einen solchen einfachen Diebstahl könnt Ihr über Zusatzbedingungen gegen einen Mehrbeitrag versichern. 

Im Versicherungsfall erhaltet Ihr den Neuwert des Fahrrades. Das ist der Betrag, den ein ähnliches Fahrrad in neuwertigem Zustand kostet. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr eine ausreichend hohe Versicherungssumme vereinbart habt.

Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, muss das Fahrrad immer durch ein eigenständiges Fahrradschloss gegen Diebstahl gesichert werden, wenn Ihr es draußen abstellt. 

Alternativ gibt es spezielle Fahr­radversicherungen. Da sich die Beiträge der Hausratversicherung nach dem Diebstahlrisiko des Wohn­orts richtet, kann eine eigenständige Fahrradversicherung vor allem in Groß­städten mit hoher Diebstahlquote unter Umständen günstiger sein. Außerdem punktet die Spezial-Police oft mit weiteren Leistungen wie der Über­nahme von Reparatur­kosten nach Unfällen oder bei Akkuschäden.

Wenn eine solche Versicherung für Euch in Frage kommt und Ihr verschiedene Policen vergleichen wollt, solltet Ihr auf folgende Punkte achten:

  • Oft versichern die Unternehmen nur Fahrräder bis zu einem bestimmten Kaufpreis. Ist Euer Modell teurer, könnt Ihr es nicht versichern.
  • Zubehör und Gepäck können manchmal nur auf Antrag in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden.
  • Ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen oder wird ein Schaden komplett übernommen?
  • Müsst Ihr ein Schloss verwenden, das der Versicherer zugelassen hat?
  • Falls Ihr ein gebrauchtes Rad habt: Könnt Ihr auch dieses versichern oder nur eins, das Ihr neu gekauft habt?
  • Nicht jeder Schaden ist bei jedem Tarif mitversichert. In Frage kommen zum Beispiel Diebstahl, Vandalismus, Feuer, Unfallschäden, unsachgemäße Handhabung usw.
  • Braucht Ihr Schutz im Ausland? Prüft, wo und wie lange der Schutz gilt.
  • Einige Versicherer schließen Radsportveranstaltungen und -training aus.
  • Ist ein Pick-Up-Service oder ein Schutzbrief mitversichert? Dadurch werden unter anderem folgende Kosten übernommen: Pannenhilfe vor Ort, Abschleppdienst, Weiter- oder Rückfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr oder Taxi etc.
  • Wann wird im Schadenfall die Reparatur übernommen und wann habt Ihr Anspruch auf ein neues, gleichwertiges Ersatzfahrrad?
  • Sinkt der Versicherungsbeitrag, wenn Ihr das Rad codieren lasst? Das macht die Polizei in Eurer Gemeinde.

Quelle: Verbraucherzentrale

Abschluss, GPS-Rabatt und Erstattung

Eine entsprechende Versicherung könnt Ihr direkt beim Fahr­radhändler, über einen Makler oder im Internet abschließen. Allerdings gibt es manche Tarife nur über bestimmte Vertriebs­wege.

Einige Anbieter bieten Rabatte, wenn außer dem Schloss noch ein Gerät zur Ortung per GPS einge­baut ist. Bei manchen E-Bikes ist so eine Funk­tion ab Werk integriert. Laut www.test.de gibt der Anbieter Asspario beispiels­weise 20 Prozent Preis­nach­lass und der Versicherer Alteos wirbt mit einem Rück­holservice, der das gestohlene Rad aufzufinden versucht.

Ist das Fahr­rad gestohlen oder hat es einen Totalschaden, ersetzen viele Versicherer den Neuwert. In manchen Tarifen bekommen die Kunden jedoch nur den Zeit­wert erstattet, bei dem der Wert­verlust durch Alter und Gebrauch abge­zogen wird. Wenige Anbieter verlangen eine Selbst­beteiligung

Versicherte sollten immer die Rechnung und Rahmennummer des Fahr­rads sowie den Kauf­beleg des Schlosses und den Schlüssel vorlegen können.

as

Kommentare