Exoten und Eitelkeiten

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Einmaliger Exot: Den Alfa TZ3 Corsa gibt es weltweit kein zweites Mal.

Die neuesten Spitzensportwagen bekommt man auf der Straße in der Regel wirklich selten zu Gesicht. Anders ist das beim „Festival of Speed“ in Goodwood im Südwesten Englands.

Im Minutentakt sind sie dort jüngst über die private Bergrennstrecke des Earl of March gerast.

Kostspieliger Supersportwagen mit 910 PS: Wer den neuen Koenigsegg Agera kaufen will, sollte sich auf eine Rechnung über mindestens eine Million Euro einstellen.

Ganz so „günstig“ kommt man beim Koenigsegg Agera, der im Juni auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, nicht davon: Für weniger als eine Million Euro dürfte der Wagen kaum zu haben sein. In Goodwood machte der Agera die ersten Fahrten vor Publikum. Damit bewies der schwedische Hersteller die ernsthaften Serien- Absichten für den 910 PS starken Zweisitzer, dessen V8-Motor eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 390 km/h ermöglicht.

Auch Aston Martin gewährte mit dem 1-77 einem kostspieligen Spitzensportwagen eine erste öffentliche Ausfahrt. Der Bolide mit einem 710 PS starken V12- Motor ist mit einem Preis von deutlich über einer Million Euro nicht nur extrem teuer, sondern mit exakt 77 Exemplaren auch sehr selten.

Doch im Vergleich zum Alfa TZ3 Corsa ist selbst das ein Großserienprodukt. Initiiert von einem deutschen Sammler wurde dieses Auto vom italienischen Karosseriebauer Zagato nämlich als Einzelstück gebaut.

Im Vergleich dazu gelten zwei Neuheiten aus Deutschland da fast schon als Massenware: So hat Mercedes beim Festival of Speed den frisch aufpolierten CL gezeigt. Das Luxuscoupé auf Basis der S-Klasse wird nach Angaben von Vertriebsvorstand Joachim Schmidt sparsamer, stärker und sicherer.

Karbonrenner kurz vor der Serienfertigung: Der McLaren MP4-12C hat einen V8-Motor mit rund 600 PS.

Nach den Werksferien soll der Wagen zu Preisen ab etwa 118 000 Euro in den Handel kommen. Noch günstiger ist der Alpina B5 Bi-Turbo, der auf dem neuen 5er BMW basiert und mit einem aufgeladenen Achtzylinder 507 PS leistet. Wie sein Vorgänger wird das Auto ersten Ankündigungen zufolge etwa 96 000 Euro kosten. Auch die grüne Welle ist in diesem Jahr auf die Bergrennstrecke in Goodwood geschwappt: Zwischen all den aufgeladenen Achtzylindern, den kultivierten V12-Motoren und den kreischenden V6-Turbos surrten die ersten Elektroautos über den Parcours. Der Tesla Roadster und der Audi e-Tron genossen viel Anerkennung bei den PS-Fans, weil sie der Beweis dafür sind, dass die Raserei trotz schwindender Erdölreserven eine Zukunft hat.

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