Fiat Panda 4x4

Ein Zwerg im Gelände

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Mini-Abenteurer: Der Offroader kommt auf unbefestigter Straße prima voran. Mit der Gasversion lassen sich Umwelt und Geldbeutel schonen.

Bislang war er vor allem im Großstadtdschungel daheim. Jetzt zieht es den Panda auch aufs Land und ins Gelände. Fiat stellt den kleinsten Geländewagen der Welt vor – den neuen Panda 4x4.

Der Mini-Offroader hat der Zwergen-Konkurrenz von VW Up, Smart und Renault Twingo eines voraus: einen permanenten Allradantrieb. Zusätzlich geben die Italiener mit einem neuen Zweizylinder-Benziner Gas. Der Panda Natural Power fährt wechselweise auch mit Erdgasantrieb. Wir haben die beiden Neuen getestet. Die Eindrücke:

Panda 4x4

Olivgrün & beschürzt: Der Panda 4x4 ist einer der kleinsten SUV der Welt.

Unser Testfahrzeug, ein 75PS-starker 1,3 16V Multijet Turbodiesel mit Fünfganggetriebe und Start-Stopp-System, sieht zunächst nicht aus wie ein Geländewagen, eher wie ein City-Flitzer. Wären da nicht die oliv-grüne Lackierung und die markanten Schutzbleche an Front und Heck sowie der breite Plastikrahmen an den Türen. Beim Test im Gelände auf unbefestigten Waldwegen zeigt die „tolle Kiste“ dann ihre Offroad-Eigenschaften: Dank 21 Zentimeter Bodenfreiheit hoppelt der Allrader problemlos über Stock und Stein. Das Fahrwerk steckt locker gröbere Schläge und Schlaglöcher weg. Auf schlüpfrigem, schlammigen Gelände knurrt der Panda etwas lauter und schaltet automatisch auf Allradunterstützung. Vorteil des Zwerges: Dank seines Fliegengewichts von knapp über 1000 Kilo kommt er überall schnell von der Stelle und sinkt nicht so leicht ein.

Auch in der Stadt sowie auf Landstraßen sind wir mit dem 75 PS-Turbodiesel zügig unterwegs. Selbst auf der Autobahn kann sich der 4x4 mit einem Spitzentempo von 166 km/h sehen lassen. Allerdings überbieten wir in unserem Test den vom Hersteller angegebenen kombinierten Normverbrauch von 4,7 Litern auf 100 Kilometern deutlich mit über sechs Litern.

Panda Natural Power

 „Wo sind denn bei dem Zwerg die Gastanks versteckt?“, fragen wir den Techniker vor der Testfahrt mit dem kleinen 0,9-Liter-Twin-Air-Zweizylinder (80 PS) mit wahlweisem Benzin- oder Gasantrieb. „Im Kardantunnel und hinter der Hinterachse“, so des Rätsels Lösung. Und wir staunen weiter: Beim Anfahren am Berg schaltet der knurrige Zweizylinder nach kurzem Ruck sofort von Benzin- auf Gasbetrieb und nimmt flott Fahrt auf. Auf ebener Strecke beschleunigt er in 12,8 Sekunden von 0 auf 100 km und erreicht auf der Autobahn bei Gasantrieb stolze 168 km/h. Das Beste aber an dem umweltfreundlichen Zwerg: Der CO2-Ausstoß beträgt bei Gastbetrieb nur 86 g/km. Und ohne Nachtanken würde er die knapp 900 Kilometer von Garmisch bis Hamburg schaffen. Sind die zwei Gastanks nach 300 Kilometern leer, schaltet er automatisch auf Benzinbetrieb um (Tankvolumen 35 Liter).

Das ist der neue Fiat Panda

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Fazit

Mit ihrer intelligenten Allradtechnik brauchen sich der neue Offroad-Panda und der umweltschonende Gasantriebler nicht vor größerer Konkurrenz verstecken. Zumal die Fiat-Zwerge günstiger zu haben sind. Den Panda 4x4 gibt’s ab 16.390 Euro als Zweizylinder-Turbo mit 85 PS. Unser Offroad-Diesel mit 75 PS kostet 900 Euro mehr. Zudem gibt es eine frontgetriebene Trekking-Version mit einem Twin­air-Turbo und 85 PS ab 14.390 Euro. Der neue Erdgas-Flitzer ist ab 15.390 Euro im Handel.

H. Wilhelm

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