Italien

Rund um Gardasee: Strikte Corona-Regeln für Autofahrer – bei Verstößen wird‘s teuer

Mundschutz im Auto tragen? Experten erklären, was zu beachten ist.
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Der ADAC erklärt, welche Corona-Regeln für Autofahrer rund um den Gardasee gelten.

Der Gardasee-Urlaub im Frühjahr fällt wegen der Corona-Pandemie zunächst leider aus. Der ADAC erklärt zudem die strengen Corona-Regeln für Autofahrer in den italienischen Regionen.

Im März und April lockt der Gardasee normalerweise viele Urlauber aus Süddeutschland an, weil es dort oft schon etwas wärmer ist. In diesem Jahr der Corona-Pandemie ist bekanntlich alles anders. Das Robert-Koch-Institut hat ganz Italien zum Corona-Risikogebiet erklärt. Damit verbunden ist automatisch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, wie auch auf ADAC.de zu lesen ist. Für Urlauber bestehe daher eine Test- und Quarantänepflicht nach ihrer Rückreise nach Deutschland, informiert der ADAC auf seiner Internetseite alle Autofahrer*. In einem Beitrag des ADAC vom 10. März heißt es dort: „Bis zunächst 27. März ist es verboten, innerhalb Italiens in andere Regionen zu reisen. Die Polizeibehörden können daher die Einreise nach Italien untersagen, wenn sich das angegebene Reiseziel in einer anderen Region befindet als dort, wo die Einreise stattfindet. Als Ausnahme gelten triftige Gründe wie Arbeit, Gesundheit, absolute Dringlichkeit oder dauerhafte Rückkehr zu Wohnort/Wohnsitz/Wohnung.“

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ADAC erklärt Corona-Regeln für Autofahrer rund um den Gardasee

Für Autofahrer, die derzeit trotzdem am Gardasee unterwegs seien, gelten „spezielle Regeln“, wie die Experten auf ADAC.de berichten. „Wer etwa von Torbole nach Peschiera und anschließend weiter nach Sirmione fahren möchte, muss wissen, wie viele Mitfahrer er im Auto haben darf und wo sie sitzen dürfen.“ Die Experten erklären, welche Regeln rund um den Gardasee für Autofahrer derzeit gelten:

  • Strenge Corona-Regeln für Autofahrer in der Lombardei: In der Lombardei gelten dem ADAC zufolge die Regeln, die in den meisten italienischen Regionen vorgeschrieben seien: „Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt, gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsgebote.“ Man müsse dort jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs seien. In diesem Fall gelten laut ADAC auch die allgemeinen Abstandsregeln. Deshalb sei die Zahl der Mitfahrer im Fahrzeug begrenzt., heißt es weiter auf ADAC.de: „Laut Auskunft des italienischen Außenministeriums dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.“ Konkret bedeutet das den Experten zufolge zum Beispiel, dass in einem Auto mit fünf Sitzen neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug sitzen dürfen. Seien - zum Beispiel wie bei einem Minibus - zusätzliche Sitzreihen vorhanden, können laut ADAC.de zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen“ mitgenommen werden.
  • Mund-Nasen-Schutz für Mitfahrende ist in Venetien Pflicht: In Venetien ist die Zahl der Mitfahrer im Auto unterdessen zwar nicht begrenzt, wie auf ADAC.de weiter zu lesen ist. Sollten die Mitfahrer allerdings aus verschiedenen Haushalten kommen, müssten auch sie einen Mund-Nase-Schutz tragen, so die Experten.
  • Corona-Regeln für Autofahrer in Trentino: „In der zur Region Trentino-Südtirol gehörenden Provinz Trentino im Norden des Gardasees werden Personen, die miteinander in engem Kontakt stehen, ohne im selben Haushalt zu leben, Haushaltsangehörigen gleichgestellt. Kann man dies glaubhaft machen, darf im Auto auf Mindestabstände und Maske verzichtet werden“, berichtet ADAC.de zudem.

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Autofahrer, die sich rund um den Gardasee nicht an die geltenden Corona-Regeln halten, müssen laut ADAC.de mit einer „Geldstrafe von 400 bis 3.000 Euro“ rechnen. Zudem könne bei Verstößen die Weiterfahrt untersagt werden. „Aus der Praxis sind allerdings derzeit noch keine Fälle bekannt, dass deutsche Gardasee-Touristen durch die italienische Polizei scharf kontrolliert wurden“, heißt es in dem genannten Bericht vom 5. März. (ahu) *rosenheim24.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder* überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils*. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten* müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen

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