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Vorbild aus der Natur

Nie wieder im Stau stehen: Diese Methode soll es möglich machen

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Staus entstehen oft wie aus dem Nichts.
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Sommerferien, Feiertage oder Baustellen: Hier sind Staus schon vorprogrammiert. Doch gibt es eine wissenschaftliche Lösung, stockenden Verkehr zu verhindern?

Wer eilig in die Arbeit muss oder in den Urlaub fährt, kann eines ganz und gar nicht gebrauchen: Staus. Sie sind ein Gräuel für jeden Autofahrer und viele starten die Reise ins Urlaubsdomizil in den frühen Morgenstunden, nur um stockendem Verkehr aus dem Weg zu gehen. Forscher vom MIT wollen nun eine Lösung für dieses Problem gefunden haben.

Forscher nehmen Vorbild aus der Natur

Berthold Horn und Liang Wang vom Massachussetts Institute of Technology haben sich für ihre Überlegungen das Verhalten von Vogelschwärmen zum Vorbild genommen und möchten dieses auf den Straßenverkehr übertragen. Denn obwohl Vögel nur in einem kleinen Abstand zu einander fliegen und lange Strecken bei gleicher Geschwindigkeit zurücklegen, kollidieren sie niemals miteinander. Laut den Forschern lässt sich diese Praxis auch bei Autos anwenden.

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Staus verhindern: Wie soll die Idee umgesetzt werden?

Dazu müsste nicht nur der Abstand zum Vordermann, sondern auch zum Hintermann berücksichtigt werden. Jedoch glauben Horn und Wang nicht, Autofahrer dazu bringen zu können, auch den Verkehr hinter sich so stark mit einzuberechnen: "Wir Menschen neigen dazu, die Welt in Bezug auf das, was vor uns liegt, zu betrachten, sowohl wortwörtlich als auch übertragen, sodass es der Intuition zuwiderlaufend erscheint, rückwärts zu schauen", schreiben die Forscher in ihrem Journal "IEEE Transactions on Intelligent Transportation Systems".

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Die Lösung: Eine "zweigleisige Kontrolle" mit Sensoren und Kontrollsystemen, die den Abstand automatisch regeln. "Grob gesagt versucht bei der zweiseitigen Kontrolle jedes Fahrzeug, auf halbem Weg zwischen dem vorderen und dem folgenden Fahrzeug zu sein", heißt es im Journal. Dies funktioniert aber nur, wenn die Autos eine ähnliche Geschwindigkeit vorweisen und keines zu weit entfernt ist. 

Bisher existiert diese Überlegung nur in der Theorie - ob und wann es eine technische Lösung für Staus gibt, bleibt also noch offen.

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Von Franziska Kaindl

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