Grünes Licht für Punktereform

Handy am Steuer wird teurer

Handy am Steuer
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Für unerlaubtes Handytelefonieren am Steuer oder Verstöße gegen die Winterreifenpflicht sollen künftig 60 Euro statt 40 Euro fällig sein.

Das ab 1. Mai 2014 geltende neue Punktesystem für Verkehrssünder steht. Auch die Strafen im Bußgeldkatalog werden damit erhöht. Für Sünder wird's teurer.

Wer beim unerlaubten Handytelefonieren und mit fehlenden Winterreifen erwischt wird, muss künftig 60 Euro statt 40 Euro blechen.

Festgelegt wird, welche Delikte im neuen System je nach Schwere mit 1, 2 oder 3 Punkten bewertet werden. Bisher gilt eine Skala von 1 bis 7 Punkten. Der Führerschein wird nach 8 statt 18 Punkten entzogen. Punkte in Flensburg verjähren künftig jeweils getrennt.

Mit 3 Punkten erfasst werden unter anderem fahrlässige Tötung oder Trunkenheit im Verkehr. Wer beispielsweise auf der Autobahn wendet, bekommt 2 Punkte. In Flensburg mit 1 Punkt gespeichert wird etwa, wer trotz erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schnee oder Regen außerhalb geschlossener Ortschaften am Tage ohne Abblendlicht fährt.

Die Anhebung der Bußgelder für bestimmte Verstöße war schon bei der Verabschiedung des Gesetzes zur Punktereform im Juli signalisiert worden. Hintergrund ist, dass nur noch sicherheitsgefährdende Delikte gespeichert werden sollen. Dafür werden einige nicht mehr bepunktete Verstöße teurer. Zudem steigt die generelle Bußgeldschwelle, ab der Delikte in Flensburg erfasst werden, von 40 auf 60 Euro. Die Verordnung regelt auch das neu konzipierte Fahreignungsseminar, das verkehrspädagogische und verkehrspsychologische Elemente umfasst.

Handy am Steuer: Für Verkehrssünder wird's teurer 

Handy am Steuer
Das neue Punktesystem für Verkehrssünder ist beschlossene Sache. Ab 1. Mai 2014 wird für Autofahrer so einiges anders werden. Telefonieren am Steuer kostet dann 60 Euro (vorher 40 Euro). © dpa
Winterreifen
Auch bei fehlenden Winterreifen stehen 60 Euro im Bußgeldkatalog. © pa/obs/Nokian
Nebel
Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schnee oder Regen müssen Autofahrer außerhalb geschlossener Ortschaften das Abblenddlicht einschalten. © dpa/dpaweb-tz
Abblendlicht Auto
Wer außerhalb geschlossener Ortschaften am Tag ohne Abblendlicht fährt, kassiert 1 Punkt in Flensburg und 60 Euro. © dpa-mzv
Autobahn
Wer auf der Autobahn wendet bekommt 2 Punkte. © dpa
Polizei Kontrolle Autobahn
Im neuem Punktesystem werden Delikte je nach Schwere mit 1, 2 oder 3 Punkten bewertet. Der Führerschein wird nach 8 statt 18 Punkten entzogen.  © dpa
Promille
Mit 3 Punkten werden auch fahrlässige Tötung oder Trunkenheit im Verkehr erfasst. © dpa
Haltezeichen
Wer das Haltezeichen eines Polizisten nicht befolgt, zahlt in Zukunft 70 statt 50 Euro. © dpa
Umweltzone
Das Einfahren in eine Umweltzone ohne erforderliche Plakette kostet 80 statt 40 Euro, dafür gibt es keinen Punkt mehr. © dpa

dpa

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