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Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Checkliste für die Hauptuntersuchung: Was Sie bei TÜV und Co. beachten müssen

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Jedes Auto muss regelmäßig zur Hauptuntersuchung.

Wie sieht es bei Ihrem Fahrzeug mit dem TÜV aus? Was Sie unbedingt checken sollten, bevor Sie Ihr Auto in die Hauptuntersuchung schicken.

Und dann geht es immer ganz schnell: Der TÜV läuft ab! Was Sie jetzt noch schnell checken sollten, bevor Sie Ihr Auto in die Hauptuntersuchung schicken, erfahren Sie hier.

Wann muss ich mit dem Auto zur HU?

  • Alle 24 Monate steht sie an: Die Hauptuntersuchung, auch HU und TÜV genannt.
  • Wann ist Ihre nächste Untersuchung fällig? Das steht im Fahrzeugschein, Sie können es aber auch an der Plakette ablesen. Wie das geht lesen Sie hier.
  • Neuwagen müssen übrigens erst nach 36 Monaten zum ersten Mal zur Untersuchung, informiert der ADAC.

TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS

Die Prüfung führen neben den TÜV-Stellen auch andere Prüfstellen wie DEKRA, GTÜ und KÜS durch. Die Sachverständigen überprüfen dort Ihr Auto und erstellen einen Bericht. Dieser bescheinigt Ihnen im besten Fall keine oder kleine Mängel: Sie bekommen eine neue Plakette und den nötigen Stempel im Fahrzeugschein. Stellen die Prüfer größere Mängel, so müssen Sie diese sofort beheben. Außerdem haben Sie nun einen Monat Zeit, um das reparierte Auto bei der Nachprüfung vorzufahren. Sollten Sie diese Frist verpassen, zahlen Sie den Preis der Hauptuntersuchung erneut. 

Im schlimmsten Fall wird Ihr Auto als nicht mehr verkehrssicher eingestuft. Dann entfernen die Prüfer die bisherige Plakette und Sie dürfen Ihr Auto nicht mehr im Straßenverkehr einsetzen. 

Lesen Sie zudem: So viel kostet die Hauptuntersuchung: Gebühren und Kosten bei TÜV. und Co.

Checkliste für den TÜV: Das bringen Sie mit

Ist Ihr Auto zugelassen? Dann brauchen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I (der frühere Fahrzeugschein). Wenn der PKW noch nicht zugelassen ist, benötigen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil II (der frühere Fahrzeugbrief).

Überprüfen Sie noch einmal, ob Sie in Ihrem Auto 

  • Warnweste,
  • Warndreieck
  • und einen haltbaren Verbandskasten haben.
  • Haben Sie etwas abmontiert, das im Fahrzeugschein als montiert erwähnt wird (zum Beispiel Sitze oder Anhängerkupplung)? Laut dem TÜV Rheinland müssen Sie diese mitbringen.
  • Bringen Sie auch die Unterlagen über technische und bauliche Veränderungen wie Tunings mit.

Was Sie vorher checken sollten

Wenn Sie vor Ihrem Hauptuntersuchung auf einige mögliche Fehler achten, können Sie diese rechtzeitig beheben. Denn: Sollten die Prüfer erhebliche Mängel erkennen, sind Sie verpflichtet, sich umgehend um diese zu kümmern. Spätestens nach einem Monat müssen Sie zur Nachuntersuchung. Diese Eile führt dazu, dass Sie nicht die günstigste Reparatur durchführen lassen. Mit etwas Vorbereitung sparen Sie also möglicherweise viel Geld

Lesen Sie zudem: TÜV-Plakette: Was die Farben und Zahlen auf dem runden Aufkleber bedeuten

Hauptuntersuchung: Ihre Lichtanlage und Elektrik

Laut der DEKRA ist die Beleuchtung eine der am öftesten bemängelten Autoteile. Testen Sie also mit einer zweiten Person, ob alle Leuchten und Kontrollleuchten funktionieren.

  • Sind die Lampen unterschiedliche hell oder flackern sie?
  • Sind die Gehäuse beschädigt?
  • Alle Lichter müssen funktionieren: Standlicht, Blinker, Rücklicht, Warnblinker, Abblendlicht, Fernlicht, Nebelschlussleuchte, Blinker und die Kennzeichenbeleuchtung.

Überprüfen Sie auch Ihre elektrische Ausrüstung:

  • Funktioniert die Hupe?
  • Ist die Batterie sicher befestigt?
  • Zeigen ihre Warnleuchten Fehlermeldungen?
  • Funktionieren die Scheibenwischer ohne Probleme?

TÜV - Reifen kontrollieren:

Bei den Reifen sollten Sie unbedingt das Profil untersuchen. Es muss mindestens 1,6 Millimeter messen. Keine Pflicht aber eine Empfehlung: Der TÜV Süd rät Ihnen bei den Winterreifen ein Profil von mindestens vier Millimetern und bei Sommerreifen 2 Millimetern. Überprüfen Sie außerdem, ob es Beulen oder Risse in den Reifen gibt und ob die Felgen fest montiert und unbeschädigt sind. 

Lesen Sie hier: Von wegen Sommerreifen: Warum auf die „O bis O“-Regel kein Verlass ist

Bremsen am Fahrzeug checken:

Achten Sie beim Fahren darauf, ob die Bremsen gut funktionieren.

  • Rastet Ihre Handbremse sicher ein und lässt sie sich leicht lösen?
  • Gibt es eine Gummiauflage auf Ihrem Bremspedal?
  • Überprüfen Sie wenn möglich Bremsflüssigkeit und Beläge.

Bei der Prüfung wird unter anderem gecheckt, ob :

  • alle Teile der Bremsanlage in Ordnung sind,
  • ob die Bremsanlage dicht ist und
  • ob die Reifen freigängig sind – also weder Fahrwerk noch Karosserie berühren.

Lesen Sie zudem: Autoversicherung: Wann ergibt Vollkasko keinen Sinn mehr?

Lenkung: Steht das Lenkrad in der richtigen Stellung?

Sollte Ihre Lenkung beeinträchtigt sein, ist das ein erheblicher bis verkehrsgefährdender Mangel. Überprüfen Sie also vorher:

  • Vibriert oder flattert Ihre Lenkung?
  • Wenn Sie geradeaus fahren: Steht das Lenkrad in der richtigen Stellung?
  • Ist die Lenkung leicht zu bedienen?
  • Fährt das Auto genau in die Richtung, die Sie ansteuern?

Mit Steinschlag zum TÜV? 

Kleine Kratzer an den Scheiben sind beim TÜV meistens nicht ausschlaggebend, solange sie nicht Gefahr laufen, Risse zu bilden oder die Sicht einschränken. Schauen Sie aber bei Ihrer Frontscheibe genau hin: Hier werden Kratzer und Risse sehr ernst genommen. Besonders aufmerksam achten die Prüfer auf Beschädigungen in Sichtfeld (etwa der Bereich, den die Scheibenwischer erreichen) und am Scheibenrand. Steinschlag, der schon weitere Risse gebildet hat, ist laut der DEKRA Grund zur Beanstandung.

Sie sollten beim Fahren einen klaren Durchblick haben: Sind Ihre Scheiben also dreckig, reinigen Sie diese, bevor Sie zur Hauptuntersuchung fahren. Das Gleiche gilt für Ihr Nummernschild: Dieses muss gut lesbar – und sicher befestigt – sein.

Neben den Scheiben werden auch Ihre Spiegel kontrolliert.

Gurte und Auspuff – vor der Hauptuntersuchung checken

Laut dem ADAC sind beschädigte Gurte und Gurtschlösser erhebliche Mängel. Gurte müssen einwandfrei funktionieren und dürfen keine äußerlichen Schäden aufweisen. Veränderungen an den Gurten werden „sehr streng beurteilt”, so die DEKRA, und müssen in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Außerdem brauchen Sie Prüfzeugnisse.

Das gilt auch für den Auspuff: Veränderungen müssen eingetragen und geprüft sein. Beim Auspuff achten die Gutachter außerdem auf eine sichere Anbringung und darauf, ob er dicht ist. Rußt das Auto oder verliert es Öl? Auch Rost am Auspuff oder an der Karosserie wird gecheckt. Durchrostungen sind mindestens erhebliche Mängel.

Lesen Sie auch: Können Autofahrer den Führerschein auch bald am Handy vorzeigen?

Mängelklassen: geringe oder schwere Mängel? 

Laut dem TÜV Rheinland sind geringe Mängel ein etwas angekratzter Spiegel oder eine fehlende Lampe am Kennzeichen. Bei solchen kleinen Fehlern bekommen Sie Ihre Plakette. Die Mängel werden verzeichnet und Sie sind aufgefordert, diese umgehend zu beheben. Das müssen Sie nicht in einer Nachuntersuchung unter Beweis stellen. Aber: Eine Bedingung dafür, dass Sie mit geringen Mängeln die Plakette bekommen, ist Ihre Bereitschaft, die gefundenen Fehler zu beheben

 
Als Beispiele für erhebliche Mängel nennt der TÜV Rheinland zu wenig Profil und einseitig wirkende Bremsen. In diesen Fällen bekommen Sie keine Plakette, müssen die Schäden sofort beheben lassen und innerhalb eines Monats zur Nachuntersuchung. Gefährliche Mängel werden gleich behandelt, allerdings dürfen Sie in dem Monat bis zur Nachprüfung das Auto nur einsetzen, um es zur Reparatur zu fahren. Ist beispielsweise der Vorratsbehälter der Bremsflüssigkeit leer, so ist dies ein gefährlicher Mangel.

Verkehrsgefährdende Mängel – wenn beispielsweise die Bremsen oder die sichere Lenkung beeinträchtigt sind – bedeuten, dass Ihnen die Plakette entfernt wird. Außerdem teilt der Prüfer die Mängel der Zulassungsbehörde mit und Sie dürfen das Auto nicht mehr im Verkehr benutzen. Sofia Wrede

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Autos unter Beschuss - Steinschlagschäden beseitigen

Klassischer Fall für den Autoglaser: Kleinere Steinschläge können Profis häufig noch reparieren. Foto: Andrea Warnecke
Klassischer Fall für den Autoglaser: Kleinere Steinschläge können Profis häufig noch reparieren. © Andrea Warnecke
Spezialisten können kleinere Steinschläge in der Scheibe flicken - vorausgesetzt, die Macke ist weder im Fahrersichtfeld noch zu nah am Rand. Foto: IbF-Halle GmbH
Spezialisten können kleinere Steinschläge in der Scheibe flicken - vorausgesetzt, die Macke ist weder im Fahrersichtfeld noch zu nah am Rand. © IbF-Halle GmbH
Mit einem durchsichtigen Harz können kleinere Macken im Glas ausgebessert werden - die Kosten dafür zahlt die Kfz-Teilkaskoversicherung. Foto: IbF-Halle GmbH
Mit einem durchsichtigen Harz können kleinere Macken im Glas ausgebessert werden - die Kosten dafür zahlt die Kfz-Teilkaskoversicherung. © IbF-Halle GmbH
Kratzer und Dellen im Blech sollten auf jeden Fall ausgebessert werden, wenn blankes Blech sichtbar wird droht sonst Rostbefall. Foto: IbF-Halle GmbH
Kratzer und Dellen im Blech sollten auf jeden Fall ausgebessert werden, wenn blankes Blech sichtbar wird droht sonst Rostbefall. © IbF-Halle GmbH
Größere Risse, Steinschläge im Sichtbereich des Fahrers oder nah am Rand sind K.-o.-Kriterien für die Windschutzscheibe - dann muss sie ausgetauscht werden. Foto: Jens Schierenbeck
Größere Risse, Steinschläge im Sichtbereich des Fahrers oder nah am Rand sind K.-o.-Kriterien für die Windschutzscheibe - dann muss sie ausgetauscht werden. © Jens Schierenbeck

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