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Honda setzt auf alternative Antriebe

Mit Wasserdampf in die Zukunft? So fährt sich der Clarity Fuel Cell

Alles kinderleicht: Der Honda Clarity Fuel Cell ist in drei Minuten mit Wasserstoff betankt. Bis zu 650 km Reichweite sind möglich.
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Alles kinderleicht: Der Honda Clarity Fuel Cell ist in drei Minuten mit Wasserstoff betankt. Bis zu 650 km Reichweite sind möglich.

Er soll für das Antriebskonzept der Zukunft stehen: der Honda Clarity Fuel Cell. Die Rahmendaten klingen vielversprechend. Doch der Japaner hat auch Nachteile.

Reichweite: 650 Kilometer. Volltanken in drei Minuten. Schädliche Abgase: keine! Was sich anhört wie ein mobiler Traum, ist längst Realität. Nach Toyota und Hyundai forciert nun auch Honda die Entwicklung von Wasserstoffautos. Das jüngste Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir konnten den neuen Honda Clarity Fuel Cell und dessen umweltschonende Eigenschaften im Praxistest „erfahren“ – ein noch exklusives Erlebnis, denn der Mittelklässler ist noch nicht in Europa erhältlich.

Die 4,92 Meter lange, fünfsitzige Limousine ist eigentlich ein Elektroauto. Der Strom für den 174 PS starken Elektromotor wird allerdings durch die chemische Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff in den 380 dünnen Brennstoffzellen im sogenannten Brennstoffzellen-Stack gewonnen.

Honda Clarity Fuel Cell: Neun Sekunden von 0 auf 100, 165 km/h Spitze

Ein Druck auf den Startknopf und den Wahlhebel in den D-Modus gelegt – und schon beschleunigt der 1,8 Tonnen schwere Japaner völlig lautlos in neun Sekunden von null auf 100 km/h. Aus Gründen der Sparsamkeit ist bei abgeriegelten 165 km/h Schluss. Eine kleine Batterie (1,7 kWh) puffert zudem Leistungsspitzen ab und speichert Bremsenergie. Den Verbrauch, die Reichweite sowie Energiegewinnung können wir auf Bordinstrumenten verfolgen.

Die Vorteile: Schnelle Ladezeit und umweltfreundliches Antriebssystem

Der große Vorteil des Wasserstoff-Autos gegenüber reinen Elektrofahrzeugen, deren Batterien noch längere Ladezeiten benötigen: Die beiden Hochdrucktanks mit 117 und 24 Litern lassen sich an der Tankstellekinderleicht in nur drei Minuten mit 700 bar Druck mit hochverdichtetem gasförmigem Wasserstoff füllen.

141 Kilogramm entsprechen einem Gewicht von fünf Kilogramm und reichen laut Honda für 650 km Fahrtstrecke. Bei unserer Testfahrt zeigte das Display am Ende einen Verbrauch von 910 Gramm Wasserstoff auf 100 Kilometer an – das entspricht einer Reichweite von 500 Kilometern. Wasserstoff ist mit rund zehn Euro pro Kilogramm allerdings nicht gerade billig – unsere Fahrt ist daher in etwa so teuer wie die mit einem Diesel, der knapp zehn Liter verbraucht.

Der Wasserstofftank des Clarity Fuel Cell sitzt auf der Hinterachse.

Gratis dazu

Hersteller setzen wieder auf die Brennstoffzelle

Seit 2013 auf dem Markt: Hyundai verkauft seine Brennstoffzelle in einem umgerüsteten ix35. Foto: Hyundai
Seit 2013 auf dem Markt: Hyundai verkauft seine Brennstoffzelle in einem umgerüsteten ix35. © Hyundai
Im Teststadium: BMW hat insgesamt acht alltagstaugliche Prototypen mit Brennstoffzelle auf Basis des 5er GT gebaut. Foto: BMW
Im Teststadium: BMW hat insgesamt acht alltagstaugliche Prototypen mit Brennstoffzelle auf Basis des 5er GT gebaut. © BMW
Kraftstoff Wasserstoff: Auf der Motorshow in Detroit zeigte Audi Anfang Januar die Studie H-Tron Quattro Concept. Foto: Audi
Kraftstoff Wasserstoff: Auf der Motorshow in Detroit zeigte Audi Anfang Januar die Studie H-Tron Quattro Concept. © Audi
Wenn der Honda Clarity mit Brennstoffzelle im Frühjahr in den Handel kommt, stößt er nur Wasserdampf aus. Foto: Honda
Wenn der Honda Clarity mit Brennstoffzelle im Frühjahr in den Handel kommt, stößt er nur Wasserdampf aus. Foto: Honda © Honda
Neue Energie: Aus Wasserstoff erzeugt die Brennstoffzelle im Honda Clarity den Strom für einen Elektromotor. Foto: Honda
Neue Energie: Aus Wasserstoff erzeugt die Brennstoffzelle im Honda Clarity den Strom für einen Elektromotor. Foto: Honda © Honda
Raumschiff auf Rädern: Toyota taufte sein Auto auf den Namen Mirai, was auf japanisch Zukunft heißen soll. Foto: Toyota
Raumschiff auf Rädern: Toyota taufte sein Auto auf den Namen Mirai, was auf japanisch Zukunft heißen soll. © Toyota
Bereits seit gut einem Jahr auf dem Markt: der Toyota Mirai mit Brennstoffzelle. Foto: Toyota
Bereits seit gut einem Jahr auf dem Markt: der Toyota Mirai mit Brennstoffzelle. © Toyota

: Denn als einziges Abfallprodukt kommt während der Fahrt Wasser aus dem Auspuff. Doch wirklich umweltfreundlich ist man mit dem Wasserstoffauto nur dann unterwegs, wenn der Wasserstoff durch Elektrolyse mit regenerativ gewonnenem Strom erzeugt wird, der von Sonne, Wind, Wasserkraft oder Biomasse stammt.

Clarity Fuel Cell noch nicht in Europa erhältlich 

Der große Nachteil beim Wasserstoff-Japaner ist neben dem kleinen Kofferraum von nur 334 Litern, dass der Honda Clarity Fuel Cell vorerst nicht in Europa erhältlich ist. Er ist derzeit in kleineren Stückzahlen und hochsubventioniert ausschließlich in Japan und den USA zu haben. Neben einer Leasingrate von nur 337 Euro über drei Jahre sollen Gratis-Tankgutscheine für 15 000 Dollar Kunden locken. In Europa rühren dagegen derzeit nur wenige Test-Fahrzeuge die Werbetrommel für die alternative Technik.

"Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft!“

Honda nennt die schlechte Infrastruktur für Wasserstofftankstellen in den meisten europäischen Ländern als einen Grund. In Deutschland gibt es für 210 zugelassene Wasserstoffautos derzeit nur 26 Ladestationen, davon drei in München. Industrie und Politik geloben Besserung: Durch Subventionen soll die Gesamtzahl bis Jahresende auf 50 steigen und eine bundesweite H2-Versorgung im Radius von je 90 Kilometern ermöglichen. Bis 2023 sind 400 Wasserstofftankstellen geplant. Schön wär’s. Denn laut einer Shell-Studie könnten 113 Millionen Wasserstoff-Pkw im Jahr 2050 jährlich rund 200 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Der Autor der Studie, Dr. Jörg Adolf, kommt zu dem Schluss: „Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft!“

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Toyota Mirai: Bote einer neuen Zeit

Hier fährt die "Zukunft": Toyota schickt den Mirai mit Brennstoffzelle auf die Straße. Foto: Toyota
Hier fährt die «Zukunft»: Toyota schickt den Mirai mit Brennstoffzelle auf die Straße. © Toyota
Äußerlich kommt der Japaner ziemlich eigenwillig daher. Und das mit Absicht: Er soll sich auf den ersten Blick von gewöhnlichen Autos abheben. Foto: Toyota
Äußerlich kommt der Japaner ziemlich eigenwillig daher. Und das mit Absicht: Er soll sich auf den ersten Blick von gewöhnlichen Autos abheben. © Toyota
Der alternative Antrieb fordert seinen Tribut: Die Technik benötigt viel Platz, der Wagen wiegt insgesamt 1,9 Tonnen und die Geräuschkulisse ist etwas hörer. Foto: Toyota
Der alternative Antrieb fordert seinen Tribut: Die Technik benötigt viel Platz, der Wagen wiegt insgesamt 1,9 Tonnen. © Toyota
Der E-Motor leistet 155 PS und kann in 9,6 Sekunden Tempo 100 erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h - das kann sich mit diesem Antrieb sehen lassen. Foto: Toyota
Der E-Motor leistet 155 PS und kann in 9,6 Sekunden Tempo 100 erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h - das kann sich mit diesem Antrieb sehen lassen. © Toyota
Großer Vorteil des Mirai ist seine Reichweite: Der Wagen schafft 500 Kilometer und ist schnell wieder vollgetankt. Schwierig ist die Tankstellen-Situation: Noch gibt es viel zu wenige. Foto: Toyota
Großer Vorteil des Mirai ist seine Reichweite: Der Wagen schafft 500 Kilometer und ist schnell wieder vollgetankt. Schwierig ist die Tankstellen-Situation: Noch gibt es viel zu wenige. © Toyota/ David Dewhurst Photography
Hightech-Aura im Innenraum: Der Mirai hat einen stolzen Preis - 78 540 Euro soll er auf dem deutschen Markt kosten. Ob das den Wagen massentauglich macht, darf bezweifelt werden. Foto: Toyota
Hightech-Aura im Innenraum: Der Mirai hat einen stolzen Preis - 78 540 Euro soll er auf dem deutschen Markt kosten. Ob das den Wagen massentauglich macht, darf bezweifelt werden. © Toyota/David Dewhurst Photography

(78 600 Euro) und Hyundai mit dem ix35 Fuel Cell (64 450 Euro) serienmäßig Wasserstoffautos an. Beim Kauf gibt‘s eine staatliche Förderprämie in Höhe von 4000 Euro. Daimler will noch in diesem Jahr seinen SUV GLC mit Wasserstofftechnik auf den Markt bringen – allerdings als Plug-in-Hybrid mit alternativ an der Steckdose aufladbarer Batterie. BMW testet derzeit Wasserstoffautos, die frühestens 2025 Serienreife haben sollen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar gründeten 13 große Unternehmen, darunter auch die Autohersteller BMW und Daimler sowie die Industriekonzerne Linde und Shell eine Wasserstoffallianz. Sie soll alternativen Antrieben zum Durchbruch auf der Straße verhelfen. Mehr als 1,4 Milliarden Euro wollen die Bündnispartner in die Forschung und Entwicklung der Wasserstofftechnologie investieren.

Raumwunder Auto: Das Ringen um den Raum für Koffer und Co

Flexible Rückbank: Im neuen Mercedes T-Modell soll sich die Rückenlehne zugunsten von mehr Stauraum etwas steiler stellen lassen. Bild: Daimler AG/dpa-tmn Foto: Daimler AG
Flexible Rückbank: Im neuen Mercedes T-Modell soll sich die Rückenlehne zugunsten von mehr Stauraum etwas steiler stellen lassen. Bild: Daimler AG/dpa-tmn Foto: Daimler AG © Daimler AG
Es kommt nicht nur auf die Größe an: Neben dem reinen Volumen sollten Autofahrer mit Platzbedarf auch auf die Flexibilität des Wunschmodells achten. Bild: Volkswagen AG/dpa-tmn Foto: Volkswagen AG
Es kommt nicht nur auf die Größe an: Neben dem reinen Volumen sollten Autofahrer mit Platzbedarf auch auf die Flexibilität des Wunschmodells achten. Bild: Volkswagen AG/dpa-tmn Foto: Volkswagen AG © Volkswagen AG
Ladungsprüfung: Mithilfe dieser Bauklötze mit einem Volumen von je einem Liter messen Ingenieure bei Opel das Kofferraumvolumen von Autos aus. Bild: GM Media/dpa-tmn Foto: GM Media
Ladungsprüfung: Mithilfe dieser Bauklötze mit einem Volumen von je einem Liter messen Ingenieure bei Opel das Kofferraumvolumen von Autos aus. Bild: GM Media/dpa-tmn Foto: GM Media © GM Media
Messeinheit "Klotz": Solche Bauklötze nutzt Opel zur Volumenmessung bei Kofferräumen. Bild: Leif Rohwedder/GM Media/dpa-tmn Foto: Leif Rohwedder
Messeinheit «Klotz»: Solche Bauklötze nutzt Opel zur Volumenmessung bei Kofferräumen. Bild: Leif Rohwedder/GM Media/dpa-tmn Foto: Leif Rohwedder © Leif Rohwedder
Für Blumenkinder: In manchen kleinen Autos wie Smart Forfour oder Honda Jazz (im Bild) lassen sich die Sitze im Fond hochklappen und ermöglichen so auch hohes Transportgut. Bild: Honda/dpa-tmn Foto: Honda
Für Blumenkinder: In manchen kleinen Autos wie Smart Forfour oder Honda Jazz (im Bild) lassen sich die Sitze im Fond hochklappen und ermöglichen so auch hohes Transportgut. Bild: Honda/dpa-tmn Foto: Honda © Honda
Beifahrersitz flachgelegt: Auch kleine Autos wie der Honda Jazz bieten heute viel Flexibilität im Innenraum. Bild: Honda/dpa-tmn Foto: Honda
Beifahrersitz flachgelegt: Auch kleine Autos wie der Honda Jazz bieten heute viel Flexibilität im Innenraum. Bild: Honda/dpa-tmn Foto: Honda © Honda
Flexibilität: Einige Modelle wie etwa der VW Tiguan bieten auch verschiebbare Rücksitze an, um den Laderaum dahinter zu vergrößern. Bild: Volkswagen AG/dpa-tmn Foto: Volkswagen AG
Flexibilität: Einige Modelle wie etwa der VW Tiguan bieten auch verschiebbare Rücksitze an, um den Laderaum dahinter zu vergrößern. Bild: Volkswagen AG/dpa-tmn Foto: Volkswagen AG © Volkswagen AG

Uwe Fajga

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