Kritik: Kaum Kontrolle von Umweltzonen

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Autos mit einem hohen Schadstoffausstoß können in fast alle deutschen Umweltzonen ungehindert einfahren.

Rote Plakette am Auto? Wer trotzdem in eine "Umweltzone" fährt, kann dies in vielen Städten bedenkenlos und unbeobachtet tun. Die Kontrollen sind meistens lasch, außer in Hannover und Berlin.  

Feinstaub verursacht Asthma und Lungenerkrankungen. Gerade Stadtzentren sind hoch mit Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) belastetet. Werden die Feinstaubgrenzwerte, an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten müssen, laut EU, Umweltzonen eingeführt werden.

"Recht auf saubere Luft"

Eigentlich dürfen Fahrzeuge ohne Umweltplakette eine Umweltzone nicht durchfahren, sonst drohen 40,00 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Selbst wenn das Fahrzeug dies aufgrund seiner Emissionswerte dürfte.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat unter 43 Städten durchgeführt hat, die in den letzten Jahren Umweltzonen in ihren hoch mit Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) belasteten Zentren ausgewiesen haben.

35 von 43 Umweltzonen nicht wirksam kontrolliert

Nur zwei der 43 befragten Städte mit Umweltzonen - Berlin und Hannover - erreichten bei der Umfrage die nach einem Punktesystem vergebene "Grüne Karte" für das ernsthafte Bemühen, die Regelungen der Umweltzonen durch Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs sowie Sanktionen im Fall von Verstößen durchzusetzen.

Sechs weitere Städte - Frankfurt, Augsburg, Neu-Ulm, Wuppertal und Leipzig - erreichten jeweils drei oder vier Punkte und erhalten immerhin die "Gelbe Karte". Diese Kommunen überwachen in der Regel die Einhaltung der Bestimmungen bei geparkten Fahrzeugen, vernachlässigen aber die Kontrolle und die Ahndung von Verstößen im fließenden Verkehr.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)/ml

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