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Weil er von lahmen Fußgängern die Schnauze voll hat, wird Mann höchst erfinderisch

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In der Innenstadt tummeln sich viele Fußgänger. Ein schneller Durchmarsch ist da unwahrscheinlich.

Waren Sie auch schon mal von der Fußgängerschar in der Innenstadt genervt? Ein Mann hat nun eine praktische Lösung dafür gefunden - ob sich das durchsetzt?

Als Verkehrsteilnehmer hat man es eigentlich nie leicht: Autofahrer fühlen sich oft von Fahrradfahren ausgebremst, die wiederum von Fußgängern und Fußgänger selbst sind manchmal von ihresgleichen genervt. Aber nur Autofahrer und Fahrradfahrer können ihrem Ärger mithilfe von Hupe und Klingel lautstark Luft machen.

Wer als Fußgänger vom Schritttempo anderer Passanten ausgebremst wird, hat in der Regel keine mechanische Hilfe zur Hand, um für einen freien Weg zu sorgen. Insbesondere in überfüllten und lärmbelasteten Großstädten wäre es aber ein Hilfe, sich auf irgendeine Weise Gehör zu verschaffen. Und genau diese Marktlücke will ein Mann nun für sich entdeckt haben.

Mann erfindet Hupe für Fußgänger

Yosef Lerner aus Manhattan sah wohl die Zeit gekommen für eine "Fußgänger-Hupe". In einem Video, das er am 10. November auf YouTube hochlud, stellte er die Frage: "Was, wenn Fußgänger Autos wären?" Um sich die Frage selbst zu beantworten, schnürte er sich das Lenkrad eines Cadillac mithilfe eines Sitzgurtes um den Hals und marschierte durch die Straßen New Yorks, um Fußgänger auf die Seite zu hupen. Dabei stellt er die Frage: "Würden Sie das tun?" Seine Antwort lautet: "Sie würden das nicht tun. Also warum machen Sie es in einem Auto?"

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User begeistert von "Fußgänger-Hupe" - Erfinder macht Rückzieher

Die Botschaft des Videos scheint also in Wahrheit eine Kritik an hupende Autofahrer zu sein. Nichtsdestotrotz erlangte Lerner mit seiner Idee eine Menge Aufmerksamkeit und nicht wenige Menschen gaben in den Kommentaren unter dem Video zu, dass sie die "Fußgänger-Hupe" auch benutzen würden.

Die "Fußgänger-Hupe" bot Yosef Lerner sogar auf seiner eigenen Website zum Kauf an - für stolze 699 US-Dollar (rund 635 Euro). Allerdings ist sie seither wieder aus dem Netz verschwunden. Wie das Online-Portal Gizmodo erfahren hat, hat sich Lerner entschlossen, keine Hupen mehr zu verkaufen, da es in Konflikt mit der Botschaft seines Videos steht: "Es gibt keinen Grund, noch mehr zum Lärm in dieser Stadt beizutragen!", sei seine Begründung gewesen.

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