Verdeck statt Flügeltüren

Mercedes SLS: Der mit oben ohne

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Mercedes SLS mit Stoffverdeck.

Wenn es Dinge gibt im Leben, die man unbedingt getan haben muss, dann gibt es viel Wichtiges (zum Beispiel anderen Menschen helfen), viel Vergnügliches (wie Reisen zu den entferntesten Flecken der Erde)...

...und viel überflüssig Schönes: Zum Beispiel einmal – noch besser zwei Mal – einen Mercedes SLS fahren. Die Sportwagen-Ikone in Gestalt des Flügeltürers hat nämlich einen Bruder bekommen. Den mit oben ohne. Das Cabrio ist nicht nur eine Schau, sondern auch ein Hör. Das Konzert aus perfektem Gluckern, rassigem Röhren und tiefem Trompeten aus den beiden Auspuffrohren hört man nur bei offenem Verdeck so richtig.

Klar, dem Cabrio fehlt die spektakuläre Optik der Flügel. Dafür gewinnt aber die Seiten- und Frontansicht an Eleganz durch die feine Kontrastlinie des Stoffverdecks. Von hinten betrachtet sieht der SLS sogar noch schärfer aus. Die Hinterbacken dürfen nackt, ganz ohne Dach und Heckfenster dominieren.

Die Kehrseite der Medaille: Beim Aufwachen sind die Traumautos weg.

Sonst unterschiedet sich das Cabrio natürlich nur in Marginalien vom Flügeltürer. Da ist das Gewicht, das bei der offenen Variante entgegen der allgemeinen Erwartung um 100 Kilo schwerer ist. Logisch, schließlich muss bei der Fahrzeugstabilität das fehlende Dach ausgeglichen werden. Doch keine Angst, der V8-Sauger mit seinen 571 PS gleicht das locker aus, und dass das Fahrwerk für einen eng gesteckten Slalomparcours auf der Rennstrecke um satte 2,3 Sekunden länger braucht, mag für Experten ein Thema sein, für den Genießer spielt das keine Rolle. Und für diesen Connaisseur, der nebenbei gesagt auch noch die knapp 195.000 Euro Grundpreis aufbringen muss, ist das Auto auch gebaut. Kein Fastfood-Rennauto, sondern ein siebengängiges Sternemenü aus dem Hause Mercedes. Da fallen solche Nachteile wie dass Mann und Frau nur zwei Handgepäckstücke in Flugzeugkabinen-Dimension (pro Nase) unterbringen, schon gar nicht ins Gewicht. Auch der Umstand, dass es bei offenem Verdeck im Innenraum ganz schön windet, mag zwar bei der besten Ehefrau oder wahlweise besten Geliebten der Welt für sanftes Gemecker sorgen, die Kaufentscheidung dürfte das freilich nur in homöopathischen Dosen beeinflussen.

Fazit

Der SLS ist ein Unbedingt-haben-wollen-Auto oder wie die Amerikaner sagen, ein Must-have. Aber zwischen haben wollen und haben können ist leider ein himmelweiter Unterschied. Und so konzentrieren wir uns weiter auf die anderen Dinge im Leben, die man unbedingt getan haben muss.

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