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Mietwagen im Urlaub: Das sollten Sie beachten

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Ein KFZ-Sachverständiger untersucht einen Mietwagen auf Fuerteventura, Spanien

Berlin - Abgelegene Strände entdecken, an der Küste entlangfahren oder eine Tour quer durchs Urlaubsland? Mit einem Mietwagen ist das kein Problem. Damit es hinterher kein böses Erwachen gibt, sollten einige Ratschläge beherzigt werden.

Wer nach einem Urlaub mit Mietwagen vom Autovermieter nicht mit versteckten Kosten behelligt werden möchte, der sollte schon vor der Reise Vorsicht walten lassen. Der ADAC hat einige Tipps zusammengestellt, die dabei helfen sollen, deutsche Touristen vor möglichen Fallstricken bei der Automietung im Urlaubsland zu bewahren.

Der wichtigste Ratschlag, den der Automobilclub geben kann, lautet: Die Buchung des Mietwagens sollte nach Möglichkeit von Deutschland aus stattfinden. Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens lassen sich so in aller Ruhe Preise und Bedingungen vergleichen. Zweitens gibt es den Vertrag in deutscher Ausfertigung. Und drittens steht einem im Ernstfall während des Urlaubs ein Ansprechpartner in Deutschland zur Seite.

ADAC-Checkliste für die Buchung eines Mietwagens

Wer erst vor Ort bucht, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Vertrag zumindest in englischer Ausfertigung vorliegt und unbedingt das Kleingedruckte lesen. Schwarz auf weiß sollte auf jeden Fall festgehalten sein, ob ein Zweitfahrer erlaubt ist und wenn ja, zu welchen Bedingungen und Preisen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, ob der Autovermieter eine Klausel zur Kilometerbegrenzung eingebaut hat. Diese gehört laut ADAC heute nicht mehr zum Standard. Wichtig ist auch ein klar ausgewiesener Gesamtpreis, damit der Mieter nicht von versteckten Kosten überrascht wird.

Ratsam sind neben einer Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens einer Million Euro - am besten mit Vollkasko und ohne Selbstbeteiligung - auch diverse Zusatzversicherungen für Schäden an Reifen, Felgen, Unterboden oder durch Steinschlag. Auch eine Diebstahlversicherung ist nach Aussage des ADAC wärmstens zu empfehlen.

ADAC-Checkliste für die Übernahme eines Mietwagens

Bevor die Reise losgeht sollten Urlauber unbedingt zusammen mit einem Mitarbeiter der Vermietstation das Auto begutachten. Dabei sollten Licht, Blinker, Scheibenwischer und Reifen geprüft und eventuelle Schäden am Lack schriftlich festgehalten werden. Achten sollte man auch auf funktionstüchtige Gurte. Und wer tatsächlich offensichtliche Mängel am Mietwagen entdeckt, sollte unbedingt die Finger von dem Auto lassen und stattdessen ein Alternativfahrzeug fordern.

Last but not least muss geklärt werden, ob das Auto mit leerem Tank zurückgegeben werden darf oder nicht. Normalerweise gilt die "full-to-full"-Regel: Der Tourist bekommt den Wagen vollgetankt und muss ihn auch so wieder abgeben. Andernfalls wird es richtig teuer. Ins Geld gehen kann übrigens auch Zubehör, wie zum Beispiel ein Navigationsgerät, ein Kindersitz oder eine Automatik-Schaltung.

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Man sollte sich vor der Reise auch darüber informieren, welche Dokumente am Urlaubsort nötig sind. Mindestens vorlegen müssen Urlauber einen gültigen nationalen Führerschein. In manchen Ländern bedarf es aber auch einer internationalen Fahrerlaubnis.

Abschließend empfiehlt der ADAC, sich nach der Tour immer umgehend die Rechnung zur Prüfung schicken lassen. So kann man bei ungewöhnlich hohen Rechnungen prüfen, ob der Vermieter eventuell Gebühren fürs Falschparken oder Tempoverstöße über die Kreditkarte mit abgebucht hat.

mm

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