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Wenn das Auto nicht weiterweiß

Nissan will Roboterwagen besser in den Verkehr integrieren

Der Chef des japanischen Autobauers Nissan, Carlos Ghosn, kündigte ein Projekt an, das die Integration von Roboterwagen im Straßenverkehr erleichtern soll. Foto: Andrej Sokolow
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Der Chef des japanischen Autobauers Nissan, Carlos Ghosn, kündigte ein Projekt an, das die Integration von Roboterwagen im Straßenverkehr erleichtern soll. Foto: Andrej Sokolow

Selbstfahrende Autos überqueren keine durchgezogene Linie oder rote Ampel. Doch was passiert, wenn die Verkehrssituation einen Regelverstoß erfordert? Autonome Systeme haben damit Probleme. Doch Nissan will dies nun ändern.

Las Vegas (dpa) - Der japanische Autobauer Nissan will verstärkt an der Integration von Roboterwagen in den Straßenverkehr arbeiten. Vor allem eine Reaktion auf pötzliche Ereignisse soll ermöglicht werden.

Dabei gehe es darum, den selbstfahrenden Autos die Anpassung an unerwartete Situationen und das Zusammenspiel mit menschlichen Fahrern zu erleichtern, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn auf der Technik-Messe CES (5. bis 8. Januar) in Las Vegas.

Im Alltag komme es vor, dass der Weg blockiert sei - und ein Fahrer dann über eine durchgezogene Linie auf die andere Fahrseite ausweiche, erläuterte der Chef des Nissan-Forschungszentrums im Silicon Valley, Maarten Sierhuis. Oder man müsse auf Aufforderung eines Polizisten auf Rot durchfahren. Beides sei für einen Roboterwagen ein grundsätzliches Tabu, betonte Sierhuis.

Nissan dachte sich für solche Fälle folgende Lösung aus: Wenn das selbstfahrende Auto nicht mehr weiterweiß, kontaktiert es einen menschlichen Betreuer in einem Kontrollzentrum, der Anhand der Daten von Sensoren und Kameras des Fahrzeugs die Situation einschätzt. Dann übermittelt er einen neuen Fahrweg per Funk an das Auto. An dem System arbeiten will Nissan auch im Rahmen geplanter Tests von Robotertaxis im Großraum Tokio gemeinsam mit dem japanischen Internet-Konzern Dena.

Technik-Messe CES

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