Testergebnis

Offroad-Reifen sind nicht für den Straßenalltag geeignet

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Spezielle Offroad-Reifen sollte man nur nutzen, wenn man den Geländewagen beispielsweise in der Forst- oder Landwirtschaft nutzt. Foto: Marcus Führer/dpa

Der ein oder andere Geländewagen-Fahrer sollte seine Reifenwahl vielleicht noch einmal überdenken: Laut eines Tests sind die speziellen Offroad-Reifen für den Einsatz im Straßenalltag nicht geeignet. Auf den Fahrspaß muss man deswegen aber trotzdem nicht verzichten.

München (dpa/tmn) - Spezielle Geländereifen für den Offroadeinsatz taugen nicht für den Alltag auf normalen Straßen. Das hat ein Gemeinschaftstest von Tüv Süd und der Schweizer Zeitschrift "Auto-Illustrierte" ergeben.

Zwar haben diese sehr grobstolligen Reifen eine Straßenzulassung. Aber sie bremsen auf nassem Asphalt deutlich schlechter als normale Reifen, und sie neigen wesentlich früher zum Aquaplaning. Im Test kommt ein SUV aus 80 km/h mit Geländereifen im Nassen nach 52 Metern zum Stehen, während das normal bereifte SUV aus gleicher Geschwindigkeit dafür nur 35 Meter braucht. An der Stelle war das erste Auto noch 45 km/h schnell.

Aber auch auf trockener Fahrbahn bremsen sie schlechter. Und bei anderen Aspekten wie Haftung, Traktion oder Seitenführung können sie ebenfalls nicht mit normalen Pneus mithalten.

Fahrer von SUVs und Geländewagen verzichten besser darauf und greifen weiterhin zu normalen Sommer- und Winterreifen, rät die Prüforganisation. Für sporadische Ausflüge auf Schotterpisten reichen die völlig aus. "In ihrem Einsatzgebiet sind Offroadreifen aber echte Spezialisten und spielen abseits der Straße ihre Vorteile voll aus", sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Diese Spezialreifen sind für Fahrzeuge sinnvoll, die vorrangig im Arbeitseinsatz stehen, etwa in der Forst- oder Landwirtschaft.

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