Sicher in den Winterurlaub

Bei einem Crash sind Ski im Auto lebensgefährlich! 

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Vorsicht! Bei einem Unfall kann loses Gepäck im Auto fatale Folgen für die Insassen haben.  

Ski, Koffer, Helme und Schlitten - wer sich mit dem Auto auf den Weg in den Winterurlaub macht, hat einiges dabei. Bei einem Unfall kann Gepäck krasse Verletzungen verursachen, warnt der ADAC. 

Wer macht sich schon Gedanken darüber, wenn eine volle Thermoskanne auf der Rückbank liegt? Ein Fehler, warnt der ADAC.  Die Gefahr von losen Gegenständen im Auto wird nach Ansicht des Automobilclubs von vielen häufig unterschätzt. 

Bei einem Frontalcrash vervielfacht sich nämlich das Gewicht der Gegenstände um das 30- bis 50-fache, wenn sie durch das Fahrzeug fliegen, teilt der ADAC mit. Bei einer Kollision mit Tempo 50 entwickelt eine Thermoskanne demnach eine enorme Wucht, die so groß wäre wie ein zentnerschweres Alpaka.

Ein zehn Kilo schwere Koffer verwandelt sich durch die Aufprallwucht, die dem Gewicht einer Kuh entspricht, mahnen die Experten.

Verletzungsrisiko durch ungesicherte Ski

Ungesicherte Skier im Fond, können das dünne Schaumstoffpolster im Bereich der Lendenwirbel bei einem Crash so stark deformieren, dass es im Ernstfall zu schweren Wirbelsäulenverletzungen kommen könnte.

In zwei Crashtests hat der Automobilclub die folgenreichen Unterschiede zwischen ungesichertem und gesichertem Gepäck demonstriert. Das Ergebnis: Im „schlechten“ Beispiel schießen bei einem Auffahrunfall mit Tempo 50 alle losen Gepäckstücke nach vorne und treffen Fahrer und Beifahrer lebensgefährlich. Im „guten“ Beispiel mit festgezurrten Skiern und Koffern sowie Skistiefeln, die hinter dem Vordersitz im Fußraum verstaut sind, bleibt das Gepäck, wo es hingehört. Niemand wäre durch die Ladung verletzt worden.

Gepäckstücke und andere Gegenstände im Wageninneren sollten deswegen immer gut gesichert sein. Skier und Snowboards sollten in einer Dachbox transportiert werden, empfiehlt der ADAC.

Die wichtigsten Tipps

  • Schwere Gegenstände und Koffer immer nach unten packen werden und möglichst direkt an die Rücksitzlehne schieben. Rücksitze daher nur bei Bedarf umklappen. 
  • Nur leichte Gegenstände oben verstauen. 
  • Gepäcknetz oder Laderaumgitter hochziehen, wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird. 
  • Skier und Snowboard gehören am besten in eine Dachbox. Im Innenraum gelagert, sollten sie sicher gepackt und verzurrt sein. 
  • Der beste Platz für die Skistiefel ist hinter den Vordersitzen im Fußraum. 
  • Benutzen Sie keine Glasflaschen im Innenraum. Bei einem Unfall können Flaschen zersplittern. Schon bei einem Crash mit Tempo 50 entwickelt eine lose Wasserflasche das Gewicht eines Kartoffelsacks, warnt der Automobilclub.
  • Die gesamte Ladung möglichst mit einer Decke abdecken und diagonal mit Zurrgurten sichern – dazu Zurrösen am Ladeboden nutzen.

Bei ungesicherte Ladung droht ein saftiges Bußgeld

Ungesicherte Ladung wird mit bis zu 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Und auch die Kaskoversicherung leistet bei entstehenden Schäden durch unzureichend gesicherte Ladung in der Regel nicht, sondern nur bei einem Unfall mit von außen wirkender mechanischer Gewalt. 

ml

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