Tauerntunnel: Endlich vierspurig in den Süden

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Brütende Hitze und nichts geht mehr: Vor dem Tauerntunnel bei Flachauwinkel auf der A10 bei Salzburg haben auch deutsche Urlauber in Österreich stundenlang im Stau gestanden.

Brütende Hitze und Stillstand - vor dem Tauerntunnel bei Flachauwinkel auf der A10 bei Salzburg haben auch deutsche Urlauber in Österreich stundenlang im Stau gestanden. Doch das ist jetzt Geschichte.

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In Österreich wird auf der Autobahn A 10 bei Flachau am Donnerstag die zweite Röhre des Tauerntunnels eröffnet. Damit werde das “Nadelöhr“ auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Salzburg und Villach beseitigt, sagte Salzburgs Landeshauptfrau (Ministerpräsidentin) Gabi Burgstaller laut einer Pressemitteilung der Autobahngesellschaft Asfinag an. Mit einem Festakt am Nordportal sollten nach fünfjähriger Bau- und Renovierungszeit beide Röhren für den Verkehr freigegeben werden.

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Burgstaller verwies auf den hohen Sicherheitsstandard des Tunnels: Sie sei “erleichtert und glücklich, dass eine Sicherheitslücke geschlossen wird“. Denn der Bau der zweiten Röhre wurde nicht nur wegen des steigenden Verkehrsaufkommens nötig, sondern war vor allem eine Konsequenz aus einem schweren Unfall.

Am 29. Mai 1999 war ein LKW-Fahrer im damals einröhrigen Tunnel am Steuer eingeschlafen und hatte eine Massenkarambolage ausgelöst. Ein verheerender Brand brach aus. 12 Menschen starben in dem Inferno, 24 wurden verletzt.

Der Unfall hatte erhebliche Sicherheitsmängel ans Licht gebracht. 2006 wurde daraufhin mit dem Bau der zweiten Röhre begonnen. Diese Röhre wurde bereits im April 2010 fertiggestellt. Seitdem wurde der Verkehr, im Schnitt 17.600 Fahrzeuge am Tag, durch die neue Röhre geleitet. Währenddessen wurde der alte Tunnel, der am 21. Juni 1975 eröffnet worden war, renoviert und es wurden Sicherheitseinrichtungen ausgebaut. In das Projekt wurden 213 Millionen Euro investiert.

dpa 

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