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Elektromobilität

Erstes Einkaufszentrum verbietet Tesla auf dem Parkplatz

Eine Reihe von Tesla-Wagen steht auf einem Parkplatz.
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Eine Reihe von Tesla-Wagen steht auf einem Parkplatz.

Tesla-Fahrer finden derzeit in China offenbar nicht so leicht einen Parkplatz. Ein Gerücht um fehlerhafte Bremsen kursiert. Parkplätze fürchten deshalb Risiken.

Shanghai - Eine verärgerte ehemalige Tesla-Besitzerin steigt auf der Messe Auto Shanghai auf ein Tesla Model 3 und schreit völlig außer sich, die Wagen des Herstellers hätten defekte Bremsen. Wie der US-Sender CNBC berichtet, hatte die Frau im Februar einen Unfall - laut Tesla allerdings nicht wegen defekter Bremsen, sondern überhöhter Geschwindigkeit.

Demnach bestehe die Besitzerin auf eine Rückerstattung des Autos, sei aber nicht bereit, es durch eine dritte Partei begutachten zu lassen. Das Unternehmen teilte außerdem mit, es komme keinen unverschämten Forderungen nach. Die Frau wurde fünf Tage wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses in Gewahrsam genommen.

Der Vorwurf der defekten Bremsen verbreitete sich jedoch wie ein Lauffeuer in China und sorgt derzeit offenbar dafür, dass Autos von Tesla nicht mehr auf allen Parkplätzen abgestellt werden dürfen, wie das kalifornische Branchenportal Teslarati berichtet. Und das, obwohl der Hersteller in China demnach unmittelbar nach den Anschuldigungen Schadensbegrenzung in Form von Stellungnahmen und veröffentlichten Daten zu der Sache betrieben hatte.

Angeblich defekte Bremsen bei Tesla: Parkplatz-Verbot

Das Gerücht über defekte Bremsen scheint allerdings stärker haften zu bleiben als die Verteidigungsversuche des Unternehmens. Ein Video eines Teslafahrers, der nicht auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums gelassen wird, kursiert in sozialen Netzwerken. Der Parkplatzwart begründet das mit kaputten Bremsen.

Allerdings springen auch Tesla-freundliche Nutzer dem Hersteller zur Seite, indem sie Videos von Massenkarambolagen posten, bei denen Modelle von Tesla die einzigen zu sein scheinen, die rechtzeitig bremsten und nicht auf das Auto vor ihnen auffuhren.

China ist ein wichtiger Markt für den auf Elektroautos spezialisierten Autobauer. Ein Imageschaden wäre daher denkbar ungünstig für das von Elon Musk Unternehmen. Chinesische Staatsmedien und Behörden zögerten nicht lange, Tesla für den Umgang mit der Kundin zu tadeln. Die Zeitung Global Times räumte zwar ein, dass sich die Tesla-Besitzerin auf der Messe unangemessen und sogar illegal verhalten hatte.

Skepsis gegenüber Tesla und Elektroautos

„Allerdings ist die arrogante und überhebliche Haltung des Unternehmens gegenüber der Öffentlichkeit abstoßend und inakzeptabel, was seinem Ruf und seiner Kundenbasis auf dem chinesischen Markt ernsthaften Schaden zufügen könnte“, heißt es in dem Bericht. Daraufhin hat sich Tesla laut CNBC entschuldigt.

Neben angeblich fehlerhaften Bremsen gibt es immer wieder Skepsis gegenüber Tesla-Wagen - und Elektroautos sowie Hybriden generell. So wurden in zwei Städten in Bayern kürzlich E-Autos und Hybride in Tiefgaragen verboten, weil die Brandgefahr zu hoch sei. (ial)

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