Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Warum man jetzt besser Sommerreifen kaufen sollte

Preissprung bei Winterreifen: Das solltet Ihr bei Kauf und Montage unbedingt beachten

Schnee liegt in den Profilen eines Winterreifens
+
Wer neue Winterreifen braucht, muss heuer deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Mit dem Herbstanfang steht für viele Autofahrer der jährliche Reifenwechsel an. Wer in diesem Jahr neue Winterreifen braucht, muss aber tief in die Tasche greifen, denn auch ihre Preise sind sprunghaft gestiegen.

Langsam wird es kälter - und für Millionen Autofahrer heißt es in den kommenden Wochen auf Winterreifen wechseln. Als Orientierung gilt die Faustregel „O bis O“ – Fahren mit Winterreifen von Oktober bis Ostern. Örtlich kann es bereits Frost geben, deswegen ist man mit einem frühzeitigen Wechsel der Bereifung auf der sicheren Seite.

Aber: Wer neue Winterreifen braucht, muss heuer deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das geht aus den Zahlen verschiedener Vergleichsportale hervor.

Rohstoffknappheit und Energiekosten: Reifen deutlich teurer

Durchschnittlich 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr müssen Kunden für ihre neuen Winterreifen bezahlen. Laut dem Branchenverband BRV seien vor allem wichtige Rohstoffe wie Ruß und Kautschuke knapp, da sie zum Großteil von Lieferanten aus der Ukraine oder Russland stammen.

Durch den Krieg in der Ukraine müssen sich viele Hersteller auch neue Lieferanten suchen. Zudem sind die Produktionskosten durch die hohen Energiekosten deutlich gestiegen. „Wir empfehlen Verbrauchern, entsprechende Preisvergleichsportale zu nutzen und auch Reifentests genauer anzuschauen. Oftmals schneiden auch günstigere Hersteller und Modelle in den Tests gut ab, so lässt sich beim Reifenkauf viel Geld sparen“, erklärt Jürgen Hildebrandt, Leiter des Fachbereichs Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern.

Der Experte ergänzt: „Bei der Verfügbarkeit sehen wir keine Engpässe und rechnen nicht mit Lieferproblemen. Wir empfehlen aber bereits jetzt, antizyklisch nach Sommerreifen Ausschau zu halten, da lässt sich mitunter jetzt Geld sparen, wenn man im Frühjahr auch hier neue Reifen benötigt. 

Einen guten Überblick für den Reifenkauf bietet auch der aktuelle ADAC Winterreifentest 2022.

Die Qualität der Reifen hat trotzdem oberste Priorität

Winterreifen leisten mit abnehmender Profiltiefe erheblich weniger. Bei einer Tiefe von vier Millimetern sollten sie gewechselt werden. „Die gesetzlich zugelassene Restprofiltiefe von 1,6 Millimeter ist für den Winter unzureichend“, mahnt Danny Schulz, Techniker des ADAC Prüfzentrums in Nürnberg-Fürth.

Vom Kauf gebrauchter Winterreifen rät ADAC-Experte Jürgen Hildebrandt ab. „Auch wenn die Profiltiefe stimmen sollte, kann man Reifenschäden nur sehr schwer erkennen und ein angeschlagener Reifen stellt ein sehr hohes Sicherheitsrisiko dar.“ 

Zum Reifenalter gibt es grundsätzlich keine gesetzliche Vorschrift. Dennoch härten die Gummimischungen mit der Zeit aus, was vor allem Grip und Bremsweg negativ beeinflusst. Daher sollten Winterreifen, die älter als acht Jahre sind, ausgetauscht werden. 

Das Alter erkennt Ihr an der vierstelligen DOT-Nummer an der Seitenwand des Reifens. Die Ziffernfolge 4014 bedeutet beispielsweise: 40. Produktionswoche im Jahr 2014. Ein solcher Reifen sollte also erneuert werden.

Do it yourself: Reifen selber montieren

Für alle Autobesitzer, die das Glück haben, ihre bestehenden Winterreifen weiter nutzen zu können, hat der ADAC Nordbayern eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Selbstmontage zusammengestellt:

  • Handbremse anziehen und ersten Gang einlegen bzw. Automatik-Wählhebel in Stellung „P“ bringen.
  • Radkappe (soweit vorhanden) abziehen. Radmuttern oder -bolzen zunächst etwa eine viertel Umdrehung lösen.
  • Wagenheber an der korrekten Stelle des Unterbodens ansetzen. Achtung: Beachtet die Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung.
  • Fahrzeug anheben, bis die Montagehöhe erreicht ist.
  • Radmuttern abschrauben, Rad abnehmen und unter das Fahrzeug legen. Leichtmetallräder können auf Zentrierungen der Stahlnaben haften bleiben.
  • Der Reifen, der in der Vorsaison auf der Vorderachse angebracht war, kommt auf die Hinterachse und umgekehrt. Gegebenenfalls auf die vorgeschriebene Laufrichtung achten.
  • Vor dem Aufstecken des neuen Rades die Radauflageflächen reinigen und einen Kontrollblick auf Bremsscheiben und Bremsbeläge werfen.
  • Neues Rad aufsetzen und alle Radmuttern mit dem Radkreuz handfest anschrauben.
  • Abgenommenes Rad unter dem Fahrzeug hervorholen.
  • Auto so weit herunterlassen, dass der Reifen gerade am Boden aufsteht.
  • Radmuttern über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Hierfür benötigt Ihr einen Drehmomentschlüssel und die Herstellerinformationen für das korrekte Drehmoment.
  • Die abmontierten Reifen auf der Lauffläche kennzeichnen, zum Beispiel mit Wachskreide („VR“ für „vorne rechts“, „HL“ für „hinten links“ etc.) Prinzipiell gehören die Reifen mit der größeren Profiltiefe immer auf die Hinterachse und sollten achsweise alle 8 bis 10.000 Kilometer getauscht werden.

Direkt nach der Reifenmontage solltet Ihr unbedingt den Luftdruck überprüfen. Außerdem rät der ADAC, spätestens nach 50 Kilometern die Schrauben zu prüfen und gegebenenfalls nachzuziehen.

Autofahrer, die keine bis wenig Erfahrung beim Reifenwechsel haben, sollten besser eine Werkstatt aufsuchen. 

as

Kommentare