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Rechtsstreit

Über die Straßenmitte gefahren: Wer haftet?

Breite Fahrzeuge müssen vor Kurven so lange warten, bis kein Gegenverkehr mehr kommt. Foto: Arne Dedert/dpa
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Breite Fahrzeuge müssen vor Kurven so lange warten, bis kein Gegenverkehr mehr kommt. Foto: Arne Dedert/dpa

Wer eine Kurve schneidet, verstößt gegen das Rechtsfahrverbot. Kommt es zu einem Unfall, haftet derjenige komplett. Aber ist das auch so, wenn das Fahrzeug wegen seiner Breite über die Mitte der Fahrbahn fährt?

Lübben (dpa/tmn) - Autos, die sich in Kurven entgegenkommen, müssen besonders vorsichtig fahren. Vor allem, wenn weniger als ein Meter Platz zwischen ihnen bleibt. Die andere Straßenseite dürfen Autofahrer aber nur nutzen, wenn keiner entgegenkommt. Ansonsten haften sie bei einem Unfall komplett.

Im verhandelten Fall musste ein breiter Bus in einer Kurve über die Mitte der Fahrbahn fahren. Dadurch kam es zu einem Unfall mit einem entgegenkommenden Auto. Vor Gericht ging es darum, ob der Autofahrer dabei mithaften muss.

Das verneinte das Amtsgerichts Lübben (Az.: 20 C 49/16). Der Bus hätte zwar wegen seiner Breite auf die andere Seite fahren müssen. Doch dazu hätte er so lange warten müssen, bis kein Gegen- oder Überholverkehr mehr kam. Der Autofahrer bekam seinen kompletten Schaden sowie die Anwaltskosten ersetzt.

Über das Urteil berichtet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

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