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Aufgepasst

Unfall im Urlaub: Das müssen Sie als Autofahrer im Ausland beachten

Verkehrsunfall durch starke Regenfälle
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Absichern der Unfallstelle mit dem Warndreieck

Ein Unfall im Urlaub, das wünscht sich keiner. Was Sie in einem solchen Fall als Fahrer beachten müssen – und was Sie im Auto mit dabei haben sollten.

Zunächst gilt: Ruhe bewahren. Im Prinzip sollte man bei einem Unfall im Ausland die gleichen Verhaltensregeln an den Tag legen wie hierzulande. Noch vor dem Aussteigen streift man sich eine Warnweste über, in vielen Ländern ist das sogar Pflicht. Wer keine Weste trägt, muss mit zum Teil empfindlichen Bußgeldern rechnen. Viele Länder fordern Westen für alle Insassen oder auch für Motorradfahrer. Deshalb führen motorisierte Urlauber am besten stets eine Warnweste pro Mitfahrer mit.

Unfall im Ausland: Was Autofahrer wissen sollten

Sind Personen verletzt, leistet man erste Hilfe und alarmiert über die europaweite Nummer 112 einen Rettungsdienst. Eine weitere Standardmaßnahme ist das Absichern der Unfallstelle mit dem Warndreieck. Im nächsten Schritt sollte der Unfall bei der Polizei gemeldet werden. Zwar kann in vielen Ländern die Obrigkeit bei Bagatellschäden außen vor bleiben, doch im Zweifelsfall ist man damit auf der sicheren Seite.

Lesen Sie auch: Urlaub mit Auto im Ausland: Was Sie zu Führerschein, Bußgeldern und Polizeikontrollen wissen sollten

Zwar ist in der EU und in einigen europäischen Ländern die sogenannte Grüne Versicherungskarte (offiziell heißt sie: „Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr“) nicht mehr vorgeschrieben, der ADAC empfiehlt sie dennoch dabei zu haben. Auf der Karte sind Informationen zum Halter und zur Versicherung des Autos eingetragen. Bei einem Unfall hat man die Daten damit stets griffbereit. Mittlerweile wird dieser Versicherungsnachweis nicht mehr auf grünem Papier gedruckt, sondern auf weißem. Versicherte können ihn sich mittlerweile per Mail schicken lassen und selbst ausdrucken. Auf der Karte ist ein Ablaufdatum vermerkt. In der Regel gilt die Karte für drei Jahre, bei manchen Versicherern auch fünf Jahre. Im Zweifelsfalle bestellt man sich einen aktuellen Versicherungsnachweis.

Lesen Sie hier: TÜV und Co.: Auto-Checkliste für eine erfolgreiche Hauptuntersuchung

Den „Europäische Unfallbericht“ im Handschuhfach bereithalten

Außerdem sollte man den „Europäischer Unfallbericht“ mitführen. Er gehört ebenfalls ins Handschuhfach. Er lässt sich auf den Internetseiten der Automobilclubs oder der Versicherer herunterladen oder bestellen. Es gibt ihn auch zweisprachig, etwa in Deutsch-Englisch oder Deutsch-Spanisch. Am besten hat man passend zum Urlaubsziel die entsprechende Variante dabei. Jeder Unfallbeteiligte kann in seiner Sprache die Unfalldaten und relevanten Fakten eintragen. Die Unfallgegner füllen am besten den Unfallbericht in doppelter Ausführung aus und tauschen anschließend die unterschriebenen Durchschriften aus.

Mithilfe des inhaltlich und grafisch standardisierten Formulars wird die Unfallaufnahme vereinfacht. In den Bericht werden Ort und Zeit des Unfalls, Namen der Fahrer und Zeugen sowie Angaben zu den jeweiligen Fahrzeugen und deren Autoversicherung vermerkt. Außerdem werden der Unfallhergang und Schäden am Fahrzeug aufgeschrieben. Gibt es Unstimmigkeiten zum Unfallhergang, sollten diese genannt werden. Außerdem sollte man Fotos von der Unfallstelle und den Schäden am Fahrzeug machen. Den ausgefüllten Bericht schickt man anschließend schnellstmöglich an den Kfz-Versicherer, rät der ADAC.

Da im Ausland oftmals geringere Schadensersatzansprüche gelten als in Deutschland, bieten einige Kfz-Versicherer mit dem Auslandsschadenschutz eine Leistungserweiterung an. Diese aufpreispflichtige Zusatzversicherung greift bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall außerhalb Deutschlands und ersetzt den Schaden nach deutschem Recht. Elfriede Munsch/SP-X

Auch interessant: Sie wollen Ihr Auto nach dem Urlaub wieder sauber kriegen? Dann befolgen Sie diese Tipps.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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