BRK: Verbandskästen nicht vernachlässigen

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Max Kadur und Reiner Finkenzeller von der Polizeiinspektion Traunstein kontrollieren einen Verbandskasten. In diesem Fall sind sie zufrieden, denn „hier sind alle vorgeschriebenen Dinge enthalten und es ist nichts abgelaufen.“

Bayern- Unvollständige Verbandskästen und unbrauchbares Material gefährden Helfer und Verletzte. Die Traunsteiner Polizei kontrollierte jüngst auch...

Der Verbandskasten ist einer der wichtigsten Zusatzteile des Fahrzeugs, denn er ermöglicht dem Fahrer, schnell erste Hilfe zu leisten, wenn es zum Unfall kommt. Deshalb rät die Polizei und der Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), jetzt nach dem Sommer den Verbandskasten zu überprüfen.

Wichtig ist nicht nur, dass der Verbandskasten vollständig und richtig befüllt ist, sondern auch, dass die Bestandteile weder abgelaufen noch unbrauchbar geworden sind. Vor allem bei den Verbänden darf das Verfallsdatum nicht überschritten sein - andernfalls besteht bei Anwendung Infektionsgefahr. Die Einweghandschuhe sind ein weiteres Risiko - auch für den Fahrer selbst. Das Material wird nach ein oder zwei Jahren brüchig und spröde, wodurch es nicht mehr zu gebrauchen ist, da es keinen Schutz mehr vor Keimen gewährleistet.

Weiterhin sollte auf die Heftpflaster geachtet werden, denn der Klebstoff verträgt nur schlecht Sommerhitze. Wenn sie extrem schwer abzulösen sind oder nicht mehr kleben, müssen sie ersetzt werden, da sie beim Unfall dann keinen Zweck mehr haben. Jeder Autofahrer sollte wissen, wo er seinen Verbandskasten aufbewahrt und auch dessen Inhalt kennen, denn wenn er im Ernstfall erst suchen muss, geht wertvolle Zeit verloren.

Hans Mayer, Verkehrssachbearbeiter bei der Traunsteiner Polizeiinspektion rät: „Der Verbandskasten sollte im Auto licht geschützt aufbewahrt werden und jederzeit griffbereit sein. Wichtig ist auch das Warndreieck, um die Unfallstelle abzusichern. Damit der Helfer selbst besser sichtbar ist, rät die Polizei auch eine Warnweste greifbar zu haben. „Jeder kann Hilfe leisten.

Hauptsache ist, man unternimmt etwas am Unfallort und hat keine Angst, etwas falsch zu machen.“ Außerdem empfiehlt das BRK eine Beatmungshilfe beizulegen, denn diese bietet den Ersthelfern Schutz vor Infektionen und Sekreten.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

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